Fünfter bei der deutschen Meisterschaft

  Starke Auftritte der weiblichen U16 des TSV Calw in Schleswig-Holstein
Die weite Reise nach Kellinghusen in Schleswig-Holstein hat sich für die weibliche U16 des TSV Calw definitiv gelohnt. Die Mannschaft von Trainer Sascha Schmidberger bestätigte den Titel als Württembergischer Meister und Zweiter der Süddeutschen Meisterschaft mit einem beeindruckenden 5. Platz bei der Deutschen Meisterschaft unter den zehn besten Mannschaften der Nation – der schöne Höhepunkt einer großartigen Hallenrunde.

 

Links: Trainer Schmidberger gibt Anweisungen
in der Auszeit. Foto: VfL Kellinghusen

Calw legte einen „fliegenden Start“ hin, führte schnell gegen den TV Waibstadt aus Baden und sicherte den Auftaktsieg mit 2:0 (11:6, 11:5). Dieser optimale Turnier-Einstieg fand seine Fortsetzung gegen den Güstrower SC 09. Der TSV-Nachwuchs agierte sicher, überließ die Fehler den Gegnerinnen aus Mecklenburg-Vorpommern. Beide Sätze gingen klar an die technisch überlegenen Calwerinnen (11:6, 11:6).

 

Nun lagen die schweren Prüfsteine vor ihnen, mit dem niedersächsischen Turnierfavoriten TV Jahn Schneverdingen und dem SV Düdenbüttel. Gegen Schneverdingen sah Calw kein Land (6:11, 5:11). Die „Heidschnucken“ spielten das ganze Turnier auf einem eigenen Niveau und sicherten sich vorzeitig den Halbfinaleinzug. Inzwischen war aber auch klar: Calw hatte sein Ziel erreicht, stand unter den Top-6. Ein Satzgewinn gegen Düdenbüttel hätte sogar zu 2. Platz in Gruppe A und für eine bessere Ausgangssituation in den Ausscheidungsspielen am Sonntag gesorgt. Calw suchte seine Chance, begann furios, erarbeitete sich eine 7:1-Führung – und gab den Satz doch noch aus der Hand (10:12). Erst bei 4:8 im zweiten Satz erholten sie sich vom Schock: Trainer Sascha Schmidberger nahm die Auszeit, fand die richtigen Worte und Calw glich aus (9:9). Doch das Glück war auf Düdenbütteler Seite (9:11).

 

Am Sonntag wartete ein alter Bekannter im Kampf um den Halbfinal-Einzug: der TSV Gärtringen. Die Calwerinnen machten es den blau-weißen „Nachbarn“ aus dem Landkreis Böblingen mit ihrer kämpferischen Einstellung nicht leicht. Im heißen Duell der Angreiferinnen Kim Niemann (Gärtringen) und Franziska Habitzreither (Calw) führten die Schwarzwälderinnen zunächst, „doch wir konnten dieses hohe Niveau leider nicht durchhalten“, so Schmidberger. Die Süddeutschen Meisterinnen aus Gärtringen hatten mehr Stehvermögen: 9:11, 11:9 und 8:11 aus Calwer Sicht im besten Spiel dieses Turniers vor einem begeisterten Publikum.

 

Im Duell um Platz 5 stand erneut der SV Düdenbüttel gegenüber. Diesmal aber waren die TSV-Löwinnen heiß auf den Sieg zum Saisonabschluss und zogen alle Register. Folge: ein deutlicher 2:0-Sieg (11:3, 11:5). Gärtringen, das Schneverdingen im Halbfinale zeitweise einen harten Zweikampf bot und doch unterlag, feierte nach einem 2:0 gegen Gastgeber VfL Kellinghusen euphorisch seine verdienten Bronzemedaillen. Im Endspiel ließ Jahn Schneverdingen gegen den Wardenburger TV nichts anbrennen (2:0).

 

Der TSV Calw agierte mit einer beherzten Offensive (Franzi Habitzreither, Helena Bär) und einer Abwehr (Lea Pfizenmaier, Denise Langgärtner, Angelina Schmidberger), die um jeden Ball rackerte und meist sauber zuspielte. Fanny Hopp zeigte als Alternative mit ihren erst zwölf Jahren starken Einsatz. Lea König konnte aus gesundheitlichen Gründen ihr Team nur moralisch unterstützen. „Die Mannschaft kann stolz sein, ich bin es jedenfalls“, lobte Trainer Sascha Schmidberger. „Das Niveau der von Platz 2 bis 5 platzierten Mannschaften war auf Augenhöhe. Mit mehr Selbstvertrauen wäre eine Medaille möglich gewesen. Daran arbeiten wir.“

 

Ergebnisse: TSV Calw – TV Waibstadt 2:0 (11:6, 11:5), Calw – Güstrower SC 09 2:0 (11:6, 11:6), Calw – TV Jahn Schneverdingen 0:2 (6:11, 5:11), Calw – SV Düdenbüttel 0:2 (10:12, 9:11); Viertelfinale Calw – TSV Gärtringen 1:2 (9:11, 11:9, 8:11); um Platz 5 Calw – Düdenbüttel 2:0 (11:3, 11:5).

 

Deutsche Meisterschaft U16 weiblich, 5. Platz für den TSV Calw: Helena Bär, Franziska Habitzreither, Fanny Hopp, Lea König, Denise Langgärtner, Lea Pfizenmaier, Angelina Schmidberger.

 

Im hohen Norden jede Chance nutzen

  02.04.2018
Deutsche Meisterschaft in Kellinghusen

Sie zählen nicht gerade zu den Top-Favoritinnen auf den Titel, die U16-Mädchen des TSV Calw. Aber bei der deutschen Meisterschaft am Samstag und Sonntag in Kellinghusen werden die Schwarzwälderinnen zum Abschluss einer starken Saison noch mal voll auf Angriff spielen und ihre Chancen suchen. Der Vorstoß in die Top-6 des Zehner-Felds wäre ein schöner Erfolg.

Als Württembergischer Meister sowie Zweite der Süddeutschen Meisterschaften brauchen sich Helena Bär, Franziska Habitzreither, Fanny Hopp, Lea König, Denise Langgärtner, Lea Pfizenmaier und Angelina Schmidberger nicht zu verstecken, der Auftritt auf der großen DM-Bühne in Schleswig-Holstein ist redlich verdient. Medaillenanwärter sind allerdings andere: die Teams aus Schneverdingen, Wardenburg, Schwerin, Gärtringen und natürlich Gastgeber Kellinghusen. Aber, alte Faustballer-Weisheit: Bei deutschen Meisterschaften zählt auch die Tagesform, und die Stimmung in der Mannschaft von Trainer Sascha Schmidberger ist durchweg optimistisch.
 

 

Feldrunden-Termine sind online

Auf der Seite Termine habt Ihr alle wichtigen Faustballtermine im Überblick.
Die Feldrunden-Spieltage sind nun ebenfalls eingepflegt.

Wir trauern um Manfred Stoll

Die Nachricht kam überraschend. Und doch war es tröstlich zu hören, dass unser Ehrenmitglied Manfred Stoll, im Alter von 80 Jahren, in der Nacht auf letzten Samstag friedlich zu Hause eingeschlafen ist.
Noch am Freitagabend war Manfred bei seinem geliebten Stammtisch im Faustball-Vereinsheim und erzählte von „damals, als wir mit unserem Sport die schönsten Zeiten erlebten“. Gerne denken wir an viele gemeinsame Erlebnisse beim Sport und auch „drumherum“ zurück. Unser Mitgefühl gilt seinen Kindern Thomas, Petra und Stefan mit ihren Familien.


Manfred, Du fehlst uns!


Deine Faustballer vom TSV Calw