TSV-Sportzentrum sucht Mitarbeiter

15.09.2017

Am 11. und 12. November, nach 13-monatiger Bauzeit, eröffnet der TSV Calw offiziell das nagelneue, moderne TSV-Sportzentrum. Hier wird künftig ein vielfältiges und gesundheitsorientiertes Sportangebot in einzigartiger Vereinsatmosphäre angeboten.
 
Der TSV Calw sucht nun noch Mitarbeiter für den gerätegestützten Gesundheitsbereich, für den Service sowie für die Kinderbetreuung. Die entsprechenden Stellenausschreibungen sowie weitere Informationen stehen auf der Website www.tsvsportzentrum.de/jobs.

Silberner Lohn für glänzende Auftritte

11.09.2017
U18-Frauen werden deutscher Vizemeister in Brettorf
 


Gut gebrüllt, Löwinnen! (Foto: Spille/TVB)


Das letzte Spiel der Saison verloren, glanzvoll Silber bei der deutschen Meisterschaft in Brettorf gewonnen: Die U18-Frauen des TSV Calw gratulierten nach dem Endspiel dem favorisierten und letztlich glücklichen Sieger TV Jahn Schneverdingen – und schalteten dann mit ihren Trainerinnen Petra Pfrommer und Elke Schöck direkt in den Feier-Modus um. Als Titelverteidiger waren die sechs TSV-Spielerinnen und ihre mit Kreuzbandriss verletzt ausgefallene Zuspielerin Anna Winkler in den Landkreis Oldenburg gereist. Mit dabei auch U18-Weltmeisterin Henriette Schell, die im Vorjahr noch spielberechtigt war und diesmal als Betreuerin die Daumen drückte.

Dass sich die jungen Frauen einmal mehr den Medaillentraum erfüllen konnten, hatte mehrere Gründe. Einen Löwenanteil hatten die Abwehrspielerinnen Muriel Wacker und Leonie Pfrommer, die auf dem schweren, von tagelangem Regen schwer vernarbten Boden immer wieder schwierige Bälle herauskratzten, was den anderen Teams nicht so häufig gelang. So schaffte Calw, mit Bundesligaspielerin Laura Pfrommer im Zuspiel, immer wieder entscheidend zu punkten. Adina Stoll, Franziska Habitzreither und Kristin Heuer spielten im Angriff vielmehr mit Witz statt Wucht, mit Köpfchen statt Kraft. Ganz locker sah das aus in den ersten Gruppenspielen. Zumal „Adi“ Stoll sich in der Angabe praktisch keine Fehler erlaubte. Eine tolle Vorstellung der blonden Alzenbergerin.

Der TSV Wiemersdorf demonstrierte als unberechenbarer Auftaktgegner, warum man Schleswig-Holsteinerinnen nie unterschätzen darf. Doch die Schwarzwälderinnen zeigten sich höchst konzentriert, ließen die Zügel nie schleifen und zogen „ihr Ding“ durch. Eine vielversprechender Auftakt. Anschließend war DM-Neuling TV Weisel aus Rheinland-Pfalz kaum mehr als ein Sparringspartner und mit zwei Siegen auf der Haben-Seite waren die Calwerinnen praktisch schon unter die Top-6 vorgedrungen. Mit breiter Brust ging es auf den Center Court der Brettorfer Sportanlage. Vor einem euphorischen, ihre Schwarz-Weißen lautstark unterstützenden Publikum zogen die süddeutschen Gäste im ersten Satz locker davon. In Durchgang 2 aber wehrten sich die Nordlichter und begeisterten ihre Fans. Calw ließ sich erneut nicht beeindrucken, behielt auch in der Satzverlängerung die Nerven und gewannen mit dem knappsten Resultat: 15:14.

Vielleicht waren es zwei Prisen Lockerheit und Übermut, ganz sicher aber auch drei vom Schiedsrichter geahndete Angaben-Übertritte gegen Adina Stoll, die Calw gegen Top-Favorit Schneverdingen früh aus dem Takt brachten. 0:4 nach zwei Minuten – das Team war gelähmt. Erst bei 0:10 gelang es, mit einem Punktgewinn die Höchststrafe zu verhindern. Im zweiten Satz hielt Calw bis 6:6 tapfer dagegen, dann tüteten die technisch überragenden „Heidschnucken“ aus Schneverdingen den Gruppensieg ein und zogen vorzeitig ins Halbfinale einzogen. Calw hingegen musste am Sonntag den unangenehmen Umweg übers Viertelfinale gehen.

Etwas überraschend hieß der Gegner Bayer 04 Leverkusen, es kam also zur Revanche des Vorjahres-Finals. Die Farbenstädterinnen wurden mit 6:2 Punkten in Gruppe A nur Dritter, hinter den punktgleichen TV Pfungstadt und MTV Wangersen. Calw hatte den besseren Start, Leverkusen hielt dagegen – doch am Ende hatten die Schwäbinnen den entschiedeneren Willen: 2:1. Im Halbfinale ging es gegen den TV Pfungstadt, der als Medaillenanwärter und für manche sogar als Geheimtipp gehandelt wurde. Die Abwehrarbeit der Calwerinnen klappte nach wie vor, Laura Flörchingers Zuspiele passten optimal für „Franzi“ Habitzreither, die vom Rückschlag punktete. Calw gewann hochverdient – in drei Sätzen zwar, aber dennoch ungefährdet.

Meisterlich war die Organisation in der Faustballhochburg Brettorf. In dem Dörfchen kommen sieben Faustballplätze auf knapp 900 Einwohner und alle waren im Einsatz, veranstalteten ein unvergessliches Turnierspektakel. Den Finalistinnen rollten sie sogar einen roten Teppich aus, 800 Zuschauer auf den beiden vollbesetzten Tribünen feuerten Schneverdingen und Calw anschließend an. Und sahen, dass die Süddeutschen nicht nur munter mithielten, sondern sogar zwei Satzbälle erkämpften. Doch bei 10:8 droschen die Angreiferinnen das Leder in die Leine. Glück für Schneverdingen, das die Gelegenheit nutzte und das Spiel drehte. Auch im zweiten Satz war die Begegnung bis 8:8 ausgeglichen, am Ende setzte sich die herausragende Qualität der Jahn-Faustballerinnen auf dem schweren Geläuf durch. Deren Abwehr-Trio hatte zwei Wochen zuvor auch bei der Frauen-Meisterschaft beim Halbfinalsieg gegen die Calwer Bundesliga-Damen auf dem Feld gestanden und bereits Gold gewonnen.

„Ich bin unglaublich stolz auf meine Mädels“, freute sich Petra Pfrommer trotz der knapp verpassten Sensation. „Silber haben wir uns redlich verdient“, befand Elke Schöck. Gemeinsam bilden die beiden ein sehr erfolgreiches Trainerduo: In den vergangenen Jahren fanden sich ihre Calwer Schützlinge immer wieder auf dem Podest wieder, wenn zum Saisonende der Höhepunkt deutsche Meisterschaft anstand. Das junge Team des TSV Gärtringen wurde Neunter. Die Entscheidung bei den U18-Männern fiel zugunsten der überragenden Hausherren vom TV Brettorf, die im Finale TV Vaihingen/Enz besiegten.
 
Ergebnisse und Platzierungen
Gruppenspiele: TSV Calw – TSV Wiemersdorf 2:0 (11:9, 11:5), Calw – TV Weisel 2:0 (11:5, 11:6), Calw – TV Brettorf 2:0 (11:5, 15:14), Calw – TV Jahn Schneverdingen 0:2 (1:11, 6:11); Viertelfinale Calw – TSV Bayer 04 Leverkusen 2:1 (11:7, 8:11, 11:8), Halbfinale TV Pfungstadt – Calw 1:2 (9:11, 14:12, 7:11), Endspiel Calw – Schneverdingen 0:2 (10:12, 8:11).
1. Schneverdingen, 2. Calw, 3. Pfungstadt, 4. Brettorf, 5. MTV Wangersen, 6. Leverkusen, 7. VfL Kellinghusen, 8. Wiemersdorf, 9. TSV Gärtringen, 10. Weisel.
Deutsche Meisterschaft U18, Platz 2 für Laura Flörchinger, Kristin Heuer, Adina Stoll, Leonie Pfrommer, Muriel Wacker, Franziska Habitzreither, Anna Winkler; Trainer: Petra Pfrommer, Elke Schöck, Betreuerin Henriette Schell.

Faustball-Highlight im 900-Einwohner-Dorf


Vor einem Jahr deutsche U18-Meister: TV Brettorf und TSV Calw.
 

U18-Frauen träumen von einer Medaille bei der deutschen Meisterschaft
 
Das niedersächsische 900-Einwohner-Dörfchen Brettorf, 30 km westlich von Bremen, ist am Wochenende das Sehnsuchtsziel der Calwer Faustballerinnen. Die weibliche U18 hat sich als Süddeutscher Meister einmal mehr souverän für die Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert.

Vor genau einem Jahr gelang den jungen Schwarzwälderinnen der ganz große Wurf: Angeführt von Henriette Schell holten sie in Bardowick bei Hamburg sensationell Gold nach einem Finalkrimi gegen Favorit Bayer 04 Leverkusen. Da die Calwer Bundesliga-Schlagfrau und U18-Weltmeisterin aber dem Jugendalter entwachsen ist, zählt der TSV-Nachwuchs diesmal nicht zu den großen Endspielanwärtern. Zumal Zuspielerin Anna Winkler kurzfristig wegen eines Kreuzbandrisses ausfällt – ein schwerer Schlag ins Kontor. Schell und Winkler fahren dennoch mit einer kleinen Fan-Delegation in den Norden, um ihre Kameradinnen kräftig zu unterstützen.

Adina Stoll, Kristin Heuer und Franziska Habitzreither müssen es im Angriff richten, das Zuspiel wird die Bundesliga-erfahrene Laura Flörchinger übernehmen und in der Abwehr sollen Leonie Pfrommer und Muriel Wacker den Ball im Spiel halten. Sie legten zuletzt zusätzliche Trainingseinheiten ein und ließen sich u.a. von den Schlagmännern Moritz Pfrommer und Raphael Schlattinger einige Tricks zeigen. „Favoriten auf die Meisterschaft sind die Nordvereine, allen voran Schneverdingen und Leverkusen“, erklärt Trainerin Petra Pfrommer. Drei der „Heidschnucken“ des TV Jahn Schneverdingen standen vor zwei Wochen in der Formation, die im Halbfinale um die deutsche Meisterschaft der Frauen die Bundesliga-Damen aus Calw besiegte und im Endspiel auch Favorit Ahlhorn abwatschte. „Die haben schon richtig Qualität im Team“, so Pfrommer.

Mehrere weitere Mannschaften dürfen sich Hoffnungen auf eine Medaille machen, darunter MTV Wangersen und TSV Pfungstadt. Gastgeber TV Brettorf könnte vom Heimvorteil profitieren, die Stärke des TSV Wiemersdorf aus Schleswig-Holstein ist schwer abzuschätzen. „Aber auch wir fahren nicht nach Brettorf, um mit leeren Händen nach Hause zu kommen“, sagt Petra Pfrommer selbstbewusst.

Soll der Wunsch einer weiteren Edelmetall-Plakette Realität werden, müssen die jungen Calwerinnen am Samstag hellwach sein und in der schwierigen Gruppe B gegen Wiemersdorf, Schneverdingen, Brettorf sowie den rheinland-pfälzischen TV Weisel bestehen, um ins Viertelfinale am Sonntagfrüh einzuziehen. Dann zählen vor allem Nervenstärke und Tagesform.

Gruppe A: Bayer 04 Leverkusen (1. Nord), MTV Wangersen (3. Nord), TSV Pfungstadt (1. West), TSV Gärtringen (2. Süd), VfL Kellinghusen (2. Ost).
Gruppe B: TSV Calw (1. Süd), TSV Wiemersdorf (1. Ost), TV Jahn Schneverdingen (2. Nord), TV GH Brettorf (Ausrichter), TV Weisel (2. West).
 

Die Europameisterschaft in Calw ist Geschichte

Zweimal Gold für Deutschland, einmal für den TSV Calw
War das eine Europameisterschaft! Gold für die deutschen Frauen in Calw, Gold für die U21-Männer nach packenden Begegnungen.
Und auch die fleißigen Macher vom TSV und von der Faustballabteilung haben für das Geleistete wirklich Gold verdient. Mehr als
1000 Zuschauer kamen bei (meist) strahlendem Wetter und feuerten die Teams aus Deutschland, Österreich, Italien und der Schweiz
an. Zuvor hatten die Calwer über Wochen bis ins Detail vorbereitet, eine Zusatztribüne aufgebaut, die Bewirtschaftung und die
SWR Dance Night vorbereitet. Noch am Sonntag und am Montag wurde alles aufgeräumt. Das nächste Großereignis kann kommen?
Irgendwann vielleicht, aber zunächst mal herrscht Ruhe…
Ein Link auf Bilder (Danke an Roland Wurster!) und Spielberichte auf der Website efa-fistball-euro.tsvcalw.de.