News aus dem Monat Februar 2018

Löwinnen, krallt Euch die Medaillen!

  01.03.2018
Platz 2 holten die Calwerinnen in der Südstaffel der 1. Bundesliga. Aber das zählt jetzt nicht mehr. Am Samstag und Sonntag wird es in Illertissen richtig ernst – bei der Endrunde um die deutsche Meisterschaft. Zwei wichtige Stützen bei der Medaillenjagd: Stephanie Dannecker und Sandra Janot (Foto links).

Seit die Faustballerinnen des TSV Calw vor acht Jahren den Sprung in die 1. Bundesliga schafften, etablierten sich die „Löwinnen“ ganz locker im Oberhaus. In dieser Zeit hatten sich die Schwarzwälderinnen sowohl im Feld als auch in der Halle in schöner Regelmäßigkeit für die deutschen Meisterschaften qualifiziert. Inzwischen sind die jungen Damen um Sandra Janot und Stephanie Dannecker, zwei Spielerinnen der „ersten Stunde“, echte DM-Hasen. Am Samstag und – hoffentlich – am Sonntag ist der TSV bereits zum 14. Mal in der Endausscheidung der besten Sechs in Deutschland dabei. In der Vöhlinhalle in Illertissen eröffnen zunächst Rekordmeister Ahlhorner SV und der SV Moslesfehn das Rennen um die Medaillen. Wie schon im Vorjahr in Stuttgart-Stammheim sind die beiden Klubs aus der Oldenburger Region später dann die Calwer Gegner. In der anderen Gruppe kämpfen TSV Dennach, TV 03 Eibach und TV Brettorf um zwei Halbfinalplätze.
Nach zunächst vergeblichen Versuchen schafften es die Calwerinnen in den vergangenen Jahren mehrmals aufs Podium. Für den ganz großen Coup reichte es aber (noch) nicht. „Wir sind gut vorbereitet und haben nichts zu verlieren“, berichtet Trainerin Elke Schöck, sieht die Favoritenrolle wie in den Vorjahren aber bei den im Süden und Norden jeweils dominierenden Top-Teams aus Dennach und Ahlhorn. Doch auch die Calwerinnen sind nicht zu verachten. In der letzten Feldrunde holten sie erstmals eine Medaille (Bronze) und Stephanie Dannecker, auf dem Höhepunkt ihres Könnens, ist in der Halle besonders stark. Viel wird auch davon abhängen, was die U18-Weltmeisterin von 2016 und Zweitschlägerin Henriette Schell zu leisten vermag.
Sandra Janot, die 27-jährige Abwehrspielerin, ist im wahrsten Sinne das Herz der Mannschaft und sie setzt auf den Faktor Teamstärke, auch wenn zuletzt Verletzungen bei Henriette Schell und Lisa Kübler sowie die schmerzende Dannecker-Schlagschulter Sorgen bereiteten. „Wir hatten in den letzten Wochen mit einigen Lädierungen zu kämpfen und die sind noch nicht vollständig ausgeheilt. Ich hoffe, dass unter dem Leistungsdruck alle Füßchen, Schultern und Knie halten. Unsere Stimmung ist richtig super und gerade die angespannte Situation hat uns noch näher zusammenrücken lassen. Jede kämpft noch mehr für die anderen. Wie man es im Löwenrudel eben macht.“
Zuletzt rief das Trainerduo Björn Gumbinger und Elke Schöck zum intensiven Trainingswochenende, das mit einer Teambuilding- und Spaßeinheit beim Lasertag-Spiel endete. „Wir zählen dieses Jahr nicht zum Favoritenkreis, aber so machen wir uns weniger Druck. Wir werden mit unseren Fans im Rücken alles abrufen“, verspricht Sandra Janot den mitreisenden Calwer Anhängern.
Die Vergangenheit zeigte: Im DM-Modus mit zwei Dreiergruppen kann alles passieren, die Tagesform entscheidet. Die Besucher in Illertissen dürfen sich auf Frauen-Faustball vom feinsten freuen, denn hier treffen zahlreiche Welt- und Europameisterinnen aufeinander. Neben Steffi Dannecker und Calws Abwehr-As Annika Bösch zum Beispiel Sonja Pfrommer (Dennach), Sarah Reinecke (Ahlhorn) oder Jugend-Weltmeisterin und „Supertalent“ Svenja Schröder (Eibach).

Spielstätte: Vöhlinhalle in 89257 Illertissen, Gottfried-Hart-Straße 8

Samstag, 3. März: 11 Uhr Ahlhorner SV – SV Moslesfehn, ca. 11.45 Uhr Eröffnung, anschließend TSV Dennach – TV Eibach 03, TSV Calw – SV Moslesfehn; ab 14.30 Uhr TV Brettorf – TV Eibach 03, Ahlhorner SV – TSV Calw, TSV Dennach – TV Brettorf.
Sonntag, 4. März: 10 Uhr Halbfinalspiele, ca. 13.15 Uhr Spiel um Platz 3, ca. 14.30 Uhr Finale und Siegerehrung.

 

Freude und Frust am letzten Wochenende

26.02.2018

Unsere Jung-Löwen schnappten sich die Silbermedaillen!

Die U10-Jugend des TSV Calw freut sich über Silber bei der Bezirksmeisterschaft. Unsere Youngster verteidigten in Liebenzell souverän ihren 2. Platz unter sieben teilnehmenden Mannschaften. Im Einsatz waren Geburtstagskind Luca Ohngemach, Tyler Bigler, Alena Esposito, Lara Kugele und Max Roller. Das super Spiel gegen den späteren Dritten Dennach war die Basis für den Erfolg. Meister wurde das Vaihinger Team.

Starke Saison souverän beendet
Mit einem souveränen 5:1-Sieg gegen TV Stammheim beendeten unsere Bundesliga-Männer eine herausragende erste Bundesliga-Saison, mit 16:12 Punkten und einer 12:2-Heimbilanz. In der Abwehr spielte mit Moritz Pfrommer ein ungelernter Defensivmann und machte seine Sache hervorragend. Bernd Bodler und Nico Stoll wechselten im Angriff neben Raphael Schlattinger ab, bedient wurden sie von Philipp Kübler und Nick Stoll. Jetzt heißt es: ausruhen, in wenigen Wochen beginnt die Vorbereitung auf die Feldrunde. Los geht’s mit Punktspielen am 5. Mai.

Erfolgreich gespielt und doch verloren
Die Fahrt nach Bad Staffelstein lohnte sich für unsere Frauen II leider nicht. Obwohl sie beide Spitzenspiele nach starker kämpferischer Leistung gewannen und nur dem TV Herrnwahlthann unterlagen, reichte es aufgrund des Satzquotienten nicht zum Aufstieg in die 2. Bundesliga Süd.

U18-Frauen sind Süddeutscher Meister

  Ihrer Rolle als Favoritinnen wurden die Calwer U18-Faustballerinnen bei der Süddeutschen Meisterschaft ganz cool gerecht. In Vaihingen/Enz holte sich der Bundesliga-Nachwuchs souverän den Titel. Bis ins Viertelfinale stießen die U18-Männer vor.
Zwei hart erkämpfte Unentschieden brachten die Burschen des TSV Calw auf Platz 5. Insbesondere das Remis gegen Sachsenmeister SV Kubschütz war für den Außenseiter eine schöne Überraschung. Neben der klaren Niederlage gegen den alten und neuen Meister Vaihingen/Enz verzeichneten die Calwer ein 1:1 gegen TV Hallerstein (Bayern). Im Viertelfinale war gegen NLV Vaihingen nichts zu erben.

Die A-Jugend-Frauen überrollten zunächst den TSV Dennach, ehe sie gegen Rosenheim (später Dritter) für ihr fehlerhaftes Spiel mit einem Satzverlust bestraft wurden. Gegen die Sächsinnen aus Görlitz waren die Calwerinnen wieder voll konzentriert. Als Gruppenerste zogen sie ins Halbfinale ein, wo sie den Bayerinnen aus Veitsbronn keine Chance ließen. Auch das Endspiel gegen „Lokalrivale“ Gärtringen war eine klare Sache. Nun gehören die jungen Damen einmal mehr zu den Medaillenanwärterinnen bei der deutschen Meisterschaft, am 24./25. März in Bad Staffelstein.

Ein Teil der Mannschaft reist aber bereits an diesem Sonntag in die oberfränkische Bäderstadt: Als Schwabenliga-Meisterinnen qualifizierten sich die Frauen II des TSV Calw für die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga Süd. Vier Mannschaften – neben dem TSV auch der NLV Vaihingen, Bayernliga-Meister TSV Staffelstein und TV Herrnwahlthann (ebenfalls Bayern) kämpfen in einem Jeder-gegen-jeden-Turnier in der Adam-Riese-Sporthalle um zwei Aufstiegsplätze. Die Calwerinnen haben das Ziel im Blick, denn für die jungen Faustballerinnen wäre die 2. Bundesliga eine großartige Bühne und Sprungbrett für weitere große Erfolge.

Süddeutsche Meisterschaft
U18 weiblich: TSV Calw – TSV Dennach 2:0 (11:6, 11:3), TSV Calw – MTV Rosenheim 1:1 (11:9, 11:13), TSV Calw – SV Energie Görlitz 2:0 (11:5, 11:5); Halbfinale TSV Calw – TSV Veitsbronn 2:0 (11:4, 11:6); Finale TSV Calw – TSV Gärtringen 2:0 (11:8, 11:8).
Das Meister-Team: Laura Flörchinger, Lena Gengenbach, Franziska Habitzreither, Leonie Pfrommer, Adina Stoll, Anna Winkler.
U18 männlich: TV Vaihingen/Enz – TSV Calw 2:0 (11:5, 11:3), TSV Calw – SV Kubschütz 1:1 (11:8, 2:11), TSV Calw – TV Hallerstein 1:1 (7:11, 11:5); Viertelfinale NLV Vaihingen – TSV Calw 2:0 (11:6, 11:2).

 

Calw kassiert knappes 4:5 in Offenburg

  18.02.2018
In einem aufregenden Match voller Spannung bei Gastgeber FBC Offenburg unterlagen die Schwarzwälder am Ende unglücklich.
FBC Offenburg – TSV Calw 5:4 (9:11, 11:8, 14:12, 11:7, 8:11, 3:11, 11:6, 7:11, 11:8).
Bereits zum fünften Mal in dieser Runde musste der TSV Calw über die volle Distanz von neun Sätzen gehen. Bereits im Hinspiel war es eine ganz knappe Angelegenheit mit dem Bundesliga-„Dino“ aus Offenburg, zu Hause aber mit dem besseren Ende für die Calwer. „Es war zum Schluss auch ein wenig unglücklich“, blickt TSV-Trainer Thomas Stoll auf die verpasste Chance zurück, mit einem Sieg Tabellenplatz 3 zu sichern. So fielen seine Männer auf Platz 5 zurück – für den Aufsteiger und eigentlichen Abstiegskandidaten eine ehrenvolle Platzierung.
Die knappe Niederlage in der Ortenau ist umso bemerkenswerter angesichts der Tatsache, dass Zweitschlagmann Bernd Bodler aufgrund einer Handverletzung passen musste, die der Routinier beim letzten 4:5 gegen Südmeister TV Schweinfurt-Oberndorf erlitt. Auch Abwehrspieler Marco Stoll konnte – beruflich verhindert – nicht eingreifen. So stellte sich die Abwehr mit Philipp Kübler, Nick Stoll und Lukas Gruner quasi von selbst auf. Im Angriff durfte neben der Nr. 1 Raphael Schlattinger nun Nico Stoll ran, der seine Sache gut machte.
Dennoch lagen die Calwer zur ersten 10-Minuten-Pause und nach drei sehr engen Sätzen mit 1:2 zurück. Dann hatte der jüngste TSV-Akteur Moritz Pfrommer seinen Auftritt – in der stärksten Offenburger Phase. Die Badener erhöhten auf 3:1 und erneut kam Nico Stoll. Wie so häufig in dieser Hallenrunde, hatten die Calwer im Mittelteil des Matchs ihre stärkste Phase. Sie gewannen deutlich und glichen aus. „Nach der zweiten Pause wurde Offenburg wieder stärker und wir lagen wieder zurück. Dann haben die Jungs stark gekämpft und wieder den Ausgleich geschafft“, berichtet Trainer Stoll. Im letzten Satz führte Calw bereits 5:2, nach dem Seitenwechsel stellten die erfahrenen Offenburger aber taktisch um, wechselten im Angriff die Seiten. Raphael Schlattinger konnte somit den FBC-Schlagmann nicht mehr so effektiv anspielen. „Zum Schluss hatte Offenburg auch das
notwendige Glück“, so Thomas Stoll, der Philipp Küblers Leistung hervorhob. Der Altburger spielte grippegeschwächt durch.
Bis zum „final countdown“ – am nächsten Samstag (19 Uhr) mit dem letzten Saison-Auftritt gegen
TV Stammheim – werden Kübler, Bodler und Marco Stoll hoffentlich wieder mit voller Kraft dabei sein. „Wir möchten uns mit einer starken Leistung und einem Sieg aus unserer tollen ersten Bundesliga-Runde verabschieden“, verspricht der TSV-Coach.