Frauen 1, 1. Bundesliga Süd

29.11.2016
Ehrung für Südamerika-Champion Steffi Dannecker

 

Im Rahmen des Bundesliga-Heimauftritts in Calw wurde TSV-Angreiferin Stephanie Dannecker für ihre jüngsten Erfolge in Lateinamerika geehrt. Zunächst hatte sie in Brasilien mit der deutschen Nationalmannschaft den WM-Titel erfolgreich verteidigt. Zwei Wochen später gewann sie – vom brasilianischen Verein Duque de Caxias verpflichtet – in Santiago de Chile den südamerikanischen Pokal, als erste Europäerin. Duque hatte bereits letzten Sommer in Dennach den Weltpokal gewonnen. Da in Chile aber Starangreiferin Tatiane Schneider ausfiel, musste „Steffi“ den Hauptschlag übernehmen – mit Erfolg: 3:2 gegen Sogipa Porto Alegre.
 

Dannecker_Ehrung

Ehre, wem Ehre gebührt: Steffi Dannecker zwischen
(v.l.) Hans-Martin Dittus, Thomas Stoll und Hugo Bott.

 

Zu den Gratulanten in der Walter-Lindner-Halle gehörten Hans-Martin Dittus (Stadt Calw, Abteilungsleiter Kultur und Vereine), Hugo Bott (Vorsitzender TSV Calw) und Faustball-Abteilungsleiter Thomas Stoll. Bott hob Stephanie Danneckers Vorbildrolle für junge Sportler hervor, Stoll berichtete vom außergewöhnlichen Engagement der zweimaligen Weltmeisterin auch hinter den Kulissen, etwa im Faustballnachwuchs. Und Dittus, der Dannecker als frühere Mitarbeiterin der Stadt Calw kennt, erinnerte sich daran, dass Stephanie montags oft mit Blessuren zur Arbeit erschien – und lobte ihren außerordentlichen Ehrgeiz.

 

 

Calwer Frauen verwöhnen ihre Fans

Knapper Sieg gegen Faustball-Aufsteiger Eibach und ein klares 3:0 gegen Landshut

 

Mit der Empfehlung von 4:0 Punkten war der TV Eibach 03 an den Schwarzwaldrand gereist. Die TG Landshut suchte in Calw ihre erste Standortbestimmung in der jungen Saison. Und der TSV hatte vor allem eines im Sinn: die Tabellenführung.

 

Im ersten Match des Tages in der Walter-Lindner-Halle sollte sich schnell zeigen, wieso Elke Schöck, Betreuerin des TSV Calw, die Faustballerinnen aus dem Nürnberger Stadtteil Eibach zum Favoritenkreis auf einen Top-3-Platz im Süden zählt. Die Begegnung zwischen den arrivierten Calwerinnen und dem TVE wurde von Beginn an zum Duell zwischen den Schlagfrauen Henriette Schell (Calw) und Svenja Schröder (Eibach), die im Sommer gemeinsam Gold bei der U18-WM in Franken sicherten.

 

Den besseren Start erwischten die Gäste, die von kleinen Fehlern auf der Gegenseite profitierten und mit Schröders kaum vorhersehbaren Angriffsbällen den Satz sicherten (8:11). Dann kam der Calwer D-Zug mit der sicheren und überlegten Schell sowie der athletischen Weltmeisterin Steffi Dannecker am Zweitschlag richtig ins Rollen, die flinke und wendige Samantha Lubik kratzte kurze Bälle heraus und die Abwehr mit Jasmin Sackmann und Lisa Kübler stand sicherer. 11:9, Satzausgleich. Calw baute den Vorsprung mit einem klaren 11:7 aus, doch Eibach wehrte sich und konterte (9:11). Dann die stärkste Calwer Phase: bei 6:2 wurden im Entscheidungssatz die Seiten gewechselt, beim 9:2 war die Sache klar. 11:5 für Calw in einer echten Spitzenbegegnung, das Publikum hatte seine Freude.

 

Nun stand Eibach den Landshuterinnen gegenüber. Deren Angreiferinnen Kerstin Stäringer und Sabine Bartsch überraschten mit schnörkellosem Spiel den TVE: 8:11. Dann aber übernahm Eibach die Initiative: 14:12, 12:10, ein klares 11:6 – 3:1 für den aufstrebenden Erstliganeuling, der nun 6:2 Punkte auf dem Konto hat. „Schwaches Spiel, aber Hauptsache gewonnen“, resümierte Eibachs Svenja Schröder.

 

Steffi Dannecker raus, Lisa Kübler nach vorn neben Henriette Schell, Nachwuchstalent Laura Flörchinger in die Abwehr: Mit der jüngsten Formation ging Calw gegen Landshut aufs Feld. Favorit TSV Calw setzte sich peu-à-peu ab, gewann die langen Ballwechsel und holte mit 11:7 den ersten Satzgewinn. Dann lief es wie am Schnürchen. Die Landshuterinnen fanden gegen die sprühende Spielfreude von Henriette Schell & Co. kein Rezept und hatten auch nicht mehr die Kraft, um noch aufzubegehren: 11:4, 11:6, die Zuschauer belohnten das starke Calwer Team mit lang anhaltendem Beifall.

 

Auffallend, dass die Calwerinnen – wie schon am ersten Spieltag – in den wichtigsten Phasen mutig die Initiative übernehmen und ihre Fehlerzahl deutlich verringern. Jasmin Sackmann überzeugt vor allem auf der Wandseite, Laura Flörchinger ist mit ihrem guten, unaufgeregten Stellungsspiel eine echte Alternative und Kapitänin „Samy“ Lubik ist in der Halle besonders stark. Kein Zweifel, mit diesem Team dürfen die Calwer Faustballfreunde von der DM-Teilnahme Anfang März in Stuttgart-Stammheim träumen – und auch wieder von einer Medaille. Trainer Björn Gumbinger wird mit seinen Frauen am nächsten Sonntag (11 Uhr in Neuenbürg) jedenfalls nicht zum Bundesligagipfel beim Topverein TSV Dennach anreisen, um freiwillig die Punkte abzuliefern. Gegen den zweiten Gegner TSV Gärtringen ist ein Sieg ohnehin „Pflicht“.

 

TSV Calw: Samantha Lubik, Lisa Kübler, Jasmin Sackmann, Laura Flörchinger, Stephanie Dannecker, Henriette Schell.

TSV Calw – TV Eibach 03 3:2 (8:11, 11:9, 11:7, 9:11, 11:5); TV Eibach 03 – TG Landshut 3:1 (8:11, 14:12, 12:10, 11:6); TSV Calw – TG Landshut 3:0 (11:7, 11:4, 11:6).

 

18.11.2016

Wichtige Siege und ein begeisterndes Spitzenspiel


Der Start in die Saison gelang dem TSV Calw, auch wenn Weltmeisterin Stephanie Dannecker (noch in Brasilien) und Alica Erlenmayer (beruflich verhindert) in der Aufstellung fehlten. Doch mit dem TV Unterhaugstett trafen die Calwerinnen auf einen dankbaren Gegner. Henriette Schell und Lisa Kübler griffen an, Samantha Lubik, Laura Flörchinger und Jasmin Sackmann hatten in der Defensive nur selten Probleme – zumindest in den ersten beiden Sätzen, die klar an die Gastgeberinnen gingen: 11:8, 11:4. Im dritten Durchgang des Lokalderbys kämpfte der TVU, die Fehlerquote sank – während die Calwerinnen schon ein wenig an den nächsten Gegner Vaihingen/Enz dachten. Bis zum 13:13 blieb es spannend, dann setzte sich die Qualität des letztjährigen DM-Dritten TSV Calw durch.


Ein echtes Spitzenspiel war dann die Begegnung Calw gegen Vaihingen, im Duell zweier Anwärter für die DM-Endrunde. Die TSV-Frauen zeigten sich gut sortiert, auch wenn die gewieften kurzen und halblangen Bälle von Rothmaier ihnen das Leben schwer machte. Henriette Schell hielt mit fehlerfreiem und variablem Angriffsspiel dagegen. Das Publikum bekam Frauenfaustball vom Feinsten geboten, in dem es auch an Spannung nicht fehlte. Die Führungen gingen hin und her, am Ende hatten die Calwerinnen in einem Match auf Augenhöhe aber Nervenstärke bewiesen und behielten die Siegpunkte an der Nagold. Ergebnis: 3:2 (12:10, 9:11, 12:10, 8:11, 11:8).


10.11.2016
„Wir sind noch nie Meister geworden“
Der TSV Calw geht hoch motiviert in die neue Bundesliga-Saison
 
Mit einem Heimspieltag und einem kleinen, aber sehr feinen Kader gehen die Calwer Faustballfrauen in die Hallensaison der 1. Bundesliga Süd. Erneut soll die Spielrunde in der Teilnahme um die deutsche Meisterschaft münden.

Wenn am Sonntag um 11 Uhr in der Walter-Lindner-Sporthalle der erste Ballwechsel in der Frauen-Bundesliga erfolgt, sind die Rollen klar verteilt. „Natürlich gehen wir als Favorit in die Begegnung mit dem TV Unterhaugstett“, weiß Lisa Kübler vom TSV Calw. Etwas mulmiger ist ihr dann später am Mittag zumute, wenn der Gegner TV Vaihingen/Enz heißt. Denn der forderte die Schwarzwälderinnen in der Vergangenheit oftmals sehr und ging auch manchmal als Sieger vom Platz. „Außerdem ist da immer ein wenig Ungewissheit an einem ersten Spieltag im Hinterkopf“, so Kübler. „Dann kommt es darauf an, wer gut vorbereitet ist und besser in die ersten Sätze startet.“

Calws Ausgangssituation ist klar: Ein Platz unter den besten Dreien im Neuner-Feld soll her, wenn die Runde am 19. Februar endet. Dann wäre einmal mehr ein Ticket für die Endrunde der deutschen Meisterschaft gezogen: Am 4./5. März machen die sechs besten Teams aus Nord und Süd den Titel unter sich aus – das Sehnsuchtsziel heißt Stuttgart-Stammheim. Neben den im Süden seit einiger Zeit überragenden TSV Dennach und „ihren“ Calwerinnen hat Co-Trainerin Elke Schöck erneut Vaihingen/Enz auf dem Zettel, aber auch die TG Landshut sowie insbesondere den TV Eibach. Der Nürnberger Stadtteilverein verfügt mit Svenja Schröder über die herausragende A-Jugend-Schlagfrau in Deutschland – neben der Calwerin Henriette Schell. Beide wurden gemeinsam U18-Weltmeisterinnen. Die Fränkin wird am Montag erst 18 Jahre alt und ist technisch beschlagen wie ein alter Hase. Gegen den Abstieg werden voraussichtlich Unterhaugstett, SV Tannheim, TV Segnitz und TSV Gärtringen kämpfen.

Auch wenn das von Björn Gumbinger betreute Calwer Team aus Bundesliga-erfahrenen Spielerinnen besteht, so hat sich doch etwas geändert. „Wir setzen auf einen verkleinerten Kader“, berichtet Elke Schöck. Studentin Sandra Janot, seit Jahren fester Bestandteil und die „gute Seele“ der Mannschaft, hat sich für ein Auslandssemester vorübergehend abgemeldet. Alica Erlenmayer ist beruflich stark eingebunden und wird wohl nur eingeschränkt zur Verfügung stehen. So werden insbesondere Stephanie Dannecker und Henriette Schell im Angriff weiterhin Punkte sammeln. Hinter dem Offensivtrio sollen Lisa Kübler, Samantha Lubik, Jasmin Sackmann und Laura Flörchinger gegnerische Angriffe entschärfen und die Bälle nach vorne schieben.

„Mit diesem Siebener-Team dürfen wir selbstbewusst in die Runde starten – nicht nur, weil wir mit der frischgebackenen Weltmeisterin Steffi Dannecker und U18-Weltmeisterin Henriette Schell antreten“, so Elke Schöck. Sie räumt aber auch ein, dass die Vorbereitung diesmal nicht optimal gewesen ist. Urlaub, WM-Einsatz, berufliche und schulische Verpflichtungen ließen lediglich eine Testturnier-Teilnahme zu: In Gärtringen wurde Calw Zweiter. Nun aber wird es ernst – und am Sonntag fehlt Stephanie Dannecker, die noch im WM-Land Brasilien weilt. Ob Alica Erlenmayer nach Trainingsrückstand dabei ist, stand bis zuletzt nicht fest. Bundesliga-Luft dürfen in der Walter-Lindner-Halle deshalb erstmals zwei in der Jugend erfolgreiche U16-Spielerinnen schnuppern: die A-Jugend-Meisterinnen Leonie Pfrommer und Adina Stoll.

„Endlich geht’s wieder los“, freut sich Lisa Kübler. Sie lässt keinen Zweifel daran, dass der Begriff „Motivationsmangel“ im Calwer Team auch nach vielen starken Jahren in der Bundesligaspitze noch immer ein Fremdwort ist: „Schließlich sind wir noch nie deutscher Frauen-Meister geworden!“ Ein Ziel, das für den DM-Zweiten von 2015 und Dritten 2016 nicht völlig unerreichbar scheint.

 

18.07.2016
Zweiter! DM-Spiel gegen Moslesfehn

Ein Sieg musste her beim letzten Spieltag der Calwer Frauen, um Platz 2 in der 1. Bundesliga Süd zu sichern. Und das gelang, auch ohne die beiden fehlenden Schlagfrauen neben Stephanie Dannecker. Gegen Dennach gab es die wenig überraschende Niederlage, auch wenn Calw – wie schon so häufig gegen die derzeit stärkste deutsche Mannschaft, in den ersten zwei Sätzen stark mithielt. Vor heimischem Publikum am Aischbach in Calw-Altburg legte der TSV Calw sogar vor und ging in Führung, ehe Dennach in einem stark umkämpften zweiten Durchgang das Match ausglich. Danach mussten die Calwerinnen den Energiesparmodus einlegen, um für die anschließende Begegnung mit Bretten Kraft zu sparen, da gegen den Tabellenfünften der notwendige Sieg eingefahren werden sollte.
Nachdem Dennach seinen 3:1-Sieg eingetütet hatte, mussten die Calwerinnen sich zunächst an die ballsicheren Nordbadenerinnen gewöhnen. Das Team um Spielführerin Sandra Janot agierte etwas nervös und verlor den ersten Satz. Doch mit Kampfkraft und Können drehten die Schwarzwälderinnen das Spiel zur Freude der Zuschauer. Platz 2 in der Endabrechnung der Süd-Liga bedeutet, dass Calw am 13. August im „Alles-oder-Nichts-Spiel“ bei der Endrunde um die Meisterschaft auf den Nord-Dritten SV Moslesfehn trifft. Die Meisterschaftsplatzierungen 1 bis 6 werden im fernen nordfriesischen Bredstedt ermittelt.
TSV Calw – TSV Dennach 1:3 (11:8, 10:12, 4:11, 8:11); TSV Calw – TV Bretten 3:1 (9:11, 11:9, 11:7, 11:7).

26.06.2016
Bundesliga-Frauen ziehen souverän das DM-Ticket!
TG Landshut-TSV Calw 0:3 (9:11, 7:11, 9:11), TSV Calw-TV Unterhaugstett 3:0 (11:9, 11:6, 11:7). Mit einem
Sieg aus den letzten zwei Begegnungen gegen Dennach und Bretten, am Samstag, 16. Juli (16 Uhr) in Calw, würden die TSV-Frauen ihren
zweiten Platz in der Tabelle hinter Dennach und vor Vaihingen/Enz sichern. Für die deutsche Meisterschaft Mitte August in Bredstedt/Schleswig-
Holstein wäre dies eine gute Ausgangslage. Aufsteiger Eibach hat seine Chance auf die DM-Endrunde mit zwei Niederlagen eingebüßt, damit
können die Calwerinnen die Reise in den hohen Norden buchen.

 


12.06.2016
Frauen 1, Bundesliga in Bretten: Calw-Bretten 3:0 (11:6, 11:7, 11:9), Calw-Dennach 0:3 (4:11, 10:12, 14:15).


05.06.2016
Bundesliga-Spieltag in Calw: Calw-Öschelbronn 3:0 (11:3, 11:5, 11:7), Calw-Eibach 1:3 (11:7, 7:11, 8:11, 12:14).

01.06.2016
Ärgerliche Niederlage gegen Landshut / 3:0-Sieg beim Gastgeber
Das war unnötig und ärgerlich für die Bundesliga-Faustballerinnen des TSV Calw und die vielen Fans, die zur Unterstützung nach Unterhaugstett kamen. 2:0 nach Sätzen führte der TSV Calw bereits gegen die TG Landshut. Doch es lag weniger an der kämpferischen Einstellung der bayrischen Konkurrentinnen sowie am Einsatz der überzeugenden Calwer Nachwuchsspielerin Laura Flörchinger, dass dieses Match noch verloren ging. Ab Satz 3 war ein Bruch im Calwer Zuspiel und Angriff – egal, ob nun Alica Erlenmayer, Henriette Schell oder Stephanie Dannecker auf den Ball droschen. Die Landshuterinnen rochen früh den Braten, bauten sich gegenseitig auf, während die Calwerinnen kein Konzept mehr fanden. Die ersten Niederlage der Saison wirft den TSV Calw zwar nicht aus der Bahn, ist aber eine kleine Hypothek auf dem geplanten Weg zur deutschen Meisterschafts-Endrunde, die Mitte August im hohen Norden, in Bredstedt/Schleswig-Holstein, stattfindet.
Abstiegskandidat TV Unterhaugstett schrammte gegen Landshut knapp am ersten Satzgewinn vorbei, unterlag aber 0:3. Auch gegen den Favoriten aus Calw war nichts zu holen für die Liebenzeller Teilort-Fausterinnen. Diese Begegnung hatten die Calwerinnen erwartet schnell und sicher abgehakt.
TG Landshut – TSV Calw 3:2 (5:11, 11:13, 11:6, 11:6, 11:9); TV Unterhaugstett – TSV Calw 0:3 (6:11, 4:11, 6:11).


10.05.2016
Superstart in die Saison – und Schreck in der Morgenstunde

Böses Erwachen: Beim FSV Hirschfelde in Sachsen zu Gast, erlebten die DM-Dritten des Vorjahrs eine Überraschung im Dreiländereck. Der Mannschaftsbus wurde in der Nacht zum Sonntag geknackt und teilweise ausgeräumt. Die Spiele mussten später beginnen, doch die Frauen von Betreuerin Elke Schöck ließen sich nicht aus dem Konzept bringen: zwei wichtige Siege gegen die Sächsinnen und gegen den starken TV Vaihingen/Enz bringen Calw aus Platz 2 der Tabelle. Hirschfelde-Calw 0:3 (9:11, 7:11, 7:11), Calw-Vaihingen/E. 3:1 (11:9, 11:9, 9:11, 11:7).

09.03.2016

Neue Meilensteine im TSV-Faustball
Erst mal durchschnaufen. Die Medizinbälle und Sportklamotten bleiben im Schrank. Pause für die Calwer Bundesligafrauen. Nach intensiven Trainingswochen und Spieltagen belohnte sich das Team von Coach Björn Gumbinger und Betreuerin Elke Schöck am letzten Wochenende mit Bronze bei der deutschen Meisterschaft in Selsingen. Wieder eine Medaille für die Calwerinnen, und einmal mehr am ganz großen Wurf – dem Titel – geschnuppert. „Aber dieser dritte Platz ist definitiv ein Erfolg nach dieser Saison, die nicht nur voller Höhen war“, erklärte Allrounderin Lisa Kübler, die ehemalige U18-Europameisterin, nach der Rückkehr aus Niedersachsen am späten Sonntagabend. Erst spät hatte Calw in der regulären Hallenrunde das Ticket zur DM gezogen.
Der ehrgeizige Trainer Björn Gumbinger hingegen weiß: „Auch der ganz große Wurf wäre drin gewesen. Aber dafür brauchen wir eine Schlagfrau Steffi Dannecker in Bestform.“ Der Weltmeisterin von 2014 fehlt nach monatelangem Verletzungs-Handikap natürlich noch die alte Sicherheit. Klar, die 1:3-Niederlage im Gruppenspiel gegen Europapokalsieger und neuen Titelträger TSV Dennach war einkalkuliert. Der 3:2-Sieg über die „Heidschnucken“ vom TV Jahn Schneverdingen – unter höchstem Druck im Hexenkessel vor über 1200 Zuschauern leidenschaftlich erkämpft – aber war ein neuer Hinweis, dass sich der TSV mitten in der Elite des Frauenfaustballs befindet. Mit einer sicheren Abwehr, blitzsauberem Zuspiel und unberechenbarem Abschluss bleiben die Schwarzwälderinnen heute auch in heiklen Situationen cool. „Eine Eigenschaft, die uns früher fehlte“, weiß Janot.
Dann das 1:3 im Halbfinale gegen den erfahrenen Rekordmeister Ahlhorner SV, dem Calw auch im Vorjahr im Endspiel unterlegen war. „Ausgerechnet gegen Calw hat Ahlhorn auch in dieser Saison sein bestes Spiel gezeigt“, urteilte ein Redakteur eines Bremer Zeitungsverlags. Danach beherzigten die Orangenen aber eine alte Devise: das letzte Saisonspiel musst du gewinnen! 3:0, glasklare Sache gegen den so hoch eingeschätzten Gastgeber und Nordmeister MTSV Selsingen. „Dieser Sieg hat für vieles entschädigt“, so Spielführerin Sandra Janot nach einer langen Saison.
Die 25-jährige Abwehrspielerin gehört seit ihrer Kindheit dem TSV Calw an und formte mit Lisa Kübler, Stephanie Dannecker, Sabrina Bauer und anderen Wegbegleiterinnen in den vergangenen zehn Jahren ein Bundesliga-Spitzenteam. Mit Samantha Lubik (aus Gärtringen), Jasmin Sackmann (geb. Schweizer, Dennach), Henriette Schell (Enzberg) und zuletzt Alica Erlenmayer (Unterhaugstett) stießen in den vergangenen drei Jahren passende Verstärkungen nach Calw, um hier ihre nächsten Leistungsstufen abzurufen. Die richtige Entscheidung. So ging Schells Stern letzten Winter bei der DM in Bretten auf (U18-Silber bei der Feld-EM); Samantha Lubik gelang gerade in dieser Spielrunde mit enormem Ehrgeiz ein großer Leistungssprung zu einer Top-Zuspielerin in Deutschland.
Nicht zuletzt rücken aus den Jugendteams talentierte Akteurinnen nach, die im Vorjahr DM-Silber in den Altersklassen U16 und U18 erkämpften: Laura Flörchinger, Luisa-Maria Bauer und Maren Heuer schnupperten bereits Bundesliga-Luft und sind heiß auf mehr. „Dieser Verein ist super für die Zukunft aufgestellt“, sagt Elke Schöck, die Grande Dame des Bundesliga-Faustballs. Auch angesichts der zweiten Reihe mit talentierten 14- bis 16-Jährigen STB-Auswahlspielerinnen wie Adina Stoll, Muriel Wacker, Leonie Pfrommer, Kristin Heuer. Sie alle bildeten mit Neuzugang Stefanie Lamprecht das Team TSV Calw II und stiegen souverän in die Schwabenliga, die dritthöchste Frauen-Spielklasse auf. „Da geht noch mehr“, hofft Schöck auf den Durchmarsch in Liga zwei nächsten Winter. Gerade wurde die U18 einmal mehr Süddeutscher Meister und hofft auf einen Edelmetall-Nachschlag bei der „Deutschen“ (2./3. April in Schwieberdingen). Das wäre ein weiterer Meilenstein im Calwer Frauenfaustball und das Sahnehäubchen auf einer herausragenden Saison.
TSV Calw, Bundesliga-Team: Sandra Janot, Lisa Kübler, Sabrina Bauer, Stephanie Dannecker, Henriette Schell, Alica Erlenmayer, Samantha Lubik, Jasmin Sackmann; Reserve: Laura Flörchinger, Maren Heuer, Luisa-Maria Bauer. Trainer: Björn Gumbinger, Elke Schöck.

06.03.2016
Sieg zum Saisonabschluss – und Bronze für unsere Frauen
Im Halbfinale gegen die Meisterschaftserfahrenen Nordlichter vom Rekordmeister und Titelverteidiger Ahlhorner SV war nichts zu holen. 1:3 im Halbfinale aus Calwer Sicht. Die Abwehr mit Lisa Kübler, Samantha Lubik und Jasmin Sackmann hatte alle Hände voll zu tun, im Angriff war die Fehlerquote zu hoch. Die ersten beiden Sätze gingen klar an Ahlhorn. Trainer Björn Gumbinger hatte inzwischen Sandra Janot für Jasmin eingewechselt und Alica Erlenmayer für Henriette. Dann der Hoffnungsschimmer: 11:5 im dritten Satz – doch die Wende blieb aus. Auch in Satz 4 riskierte Steffi Dannecker viel – und schmetterte mehrmals in die Leine oder ins Aus. Der frühe Rückstand demoralisierte, das 3:11 war überdeutlich. "Das stärkste Spiel dieser Saison des Ahlhorner SV", urteilte Redakteur Andreas Meier von der Zevener Zeitung.
Im letzten Spiel dieser Saison ging es darum, sich noch mit Bronze für die fleißige Trainingsarbeit zu belohnen. Gegen Gastgeber MTSV Selsingen war vor 1200 Zuschauern in der ausverkauften Halle ein Hexenkessel zu erwarten. Doch Calw spielte nun befreit und souverän auf. Folge: ein glasklares 3:0 und ein Satz Medaillen. Für Coach Björn Gumbinger mehr als nur ein gelungener Abschluss dieser Spielrunde. Denn seine Frauen hatten immerhin zwei der drei besten Nord-Teams besiegt und bleiben als Dritte in Deutschland auf stabil hohem Niveau. Das einzige, was nun noch fehlt ist Gold. Aber die nächste Chance dafür kommt bestimmt.
Der Turniersieg ging an den TSV Dennach, der TSV Calw gratuliert herzlich!

(c) Tobias HarderIMG-20160305-WA0004
Links (Foto: Tobias Harder / MTSV Selsingen): Stephanie Dannecker vollendet.
Rechts: "Aufwärmprogramm" am Freitag in Bremen.

05.03.2016
Jaaaaa! Calw im Halbfinale gegen Ahlhorn!
Spiele auf DM-würdigem Niveau bekam das Publikum am Samstag in Selsingen zu sehen – und es erlebte einmal mehr die Tatsache, dass bei einer Endrunde um die Meisterschaft neben der Tagesform auch die Nervenstärke entscheidet. Zunächst verlor der Nord-Erste und Gastgeber MTSV Selsingen gegen den Nord-Dritten und Titelverteidiger Ahlhorner SV 2:3. Auch der Süd-Zweite TV Vaihingen/Enz unterlag dem ASV (0:3), wäre aber doch beinahe ins Halbfinale vorgedrungen. Denn erst im fünften Satz schaffte Selsingen gegen die routinierten Damen von der Enz den Einzug unter die Top-4. Das heimische Publikum atmete gaaanz tief durch.
Und unser TSV Calw? Legte los wie die Feuerwehr gegen Europapokalsieger TSV Dennach. 11:5 im ersten Satz, eine Sensation lag in der Luft. Doch dann rollte der Dennacher Zug mit einer starken Abwehr und der gewohnt souveränen Sonja Pfrommer im Angriff. 3:11, 9:11 und 7:11 aus Calwer Sicht. Nach diesem 1:3 musste definitiv ein Sieg gegen den starken Nord-Vizemeister TV Jahn Schneverdingen her, um im Rennen zu bleiben. Angetrieben von der Doppelspitze Henriette Schell und Stephanie Dannecker, gingen die Orangenen gegen die "Heidschnucken" 2:0 in Führung (11:9, 11:8), dann drehten die Nordlichter den Spieß um (9:11, 6:11), doch die Calwerinnen unterstrichen, dass sie – mit einer sicheren Abwehr, gutem Zuspiel und unberechenbarem Abschluss – in heiklen Situationen cool bleiben können. 11:8, Match gewonnen, Chance aufs Weiterkommen gewahrt. Nun galt es, den "Nachbarinnen" aus Dennach gegen Schneverdingen die Daumen zu drücken. Auf Favorit Dennach war Verlass: 3:0 gegen Schneverdingen.

Am Sonntag nun kämpfen noch vier Teams um den Titel und die Medaillen. Im ersten Halbfinale um 10 Uhr trifft der TSV Calw auf den Ahlhorner SV – gelingt unseren Schwarzwälderinnen die Revanche für das unglücklich verlorene Endspiel vor einem Jahr? Die zweite Begegnung machen Dennach und Selsingen unter sich aus.
Für den TSV Calw spielten: Henriette Schell, Stephanie Dannecker, Sandra Janot, Lisa Kübler, Samantha Lubik, Jasmin Sackmann.

04.03.2016
Der Tag davor…
Gut gelaunt und in voller Teamstärke sind die Bundesliga-Frauen am Freitag vormittag Richtung hohen Norden abgefahren. Selsingen ruft, und der Puls beschleunigt sich vor der DM. Michael Stark, Sportredakteur des Schwarzwälder Boten, glaubt, dass die Calwerinnen – "bei der Leistung, die sie seit Jahresbeginn zeigten" – durchaus für eine Überraschung, sprich: einen Medaillengewinn gut sind.
Ähnlich sieht das der Redakteur der Zevener Zeitung, die in und um Selsingen verbreitet wird…
ZevenerZeitung_29022016

28.02.2016
Die Spannung steigt: Selsingen, wir kommen!
Am Freitag, 8.30 Uhr, ist Abfahrt. Das Ziel der Bundesliga-Frauen: Selsingen, zwischen Hamburg und Bremen gelegen, Schauplatz der deutschen Meisterschafts-Endrunde. Als Dritter der 1. Bundesliga Süd trifft Calw, im Vorjahr in Bretten überraschend DM-Zweiter, auf den herausragenden Klub der vergangenen zwei Jahre: den TSV Dennach. Gelingt erneut die Sensation, wie im Januar, als Calw den frischgebackenen Europapokalsieger mit einem Top-Spiel überraschte (3:1)?
Auch der zweite Gruppengegner hat es in sich: der TV Jahn Schneverdingen zählt, wie Dennach, zu den Titelaspiranten. "Einfach unser Bestes geben und keine Angst vor den Gegnern haben. Dann sehen wir, ob etwas für uns herausspringt", so die Devise von Calws "Allrount-Waffe" Lisa Kübler.
Los geht's am Samstag um 11 Uhr mit dem Nord-Kracher MTSV Selsingen gegen Ahlhorner SV, anschließend greifen Calw und Dennach ins Geschehen ein.

Frauen 1 Löwinnen_2015_10_31


Wir fahren nach Selsingen!

14.02.2016 – Am Ende war alles ganz deutlich: Mit Siegen in Landshut gegen den direkten Verfolger TGL (3:2) und gegen TSV Niedernhall (3:0) ist Platz 3 in der Abschlusstabelle der 1. Bundesliga Süd unter Dach und Fach. Damit haben sich die Calwer Bundesliga-Frauen einmal mehr zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft qualifiziert. Herzlichen Glückwunsch an die Truppe von Trainer Björn Gumbinger!

Wer Lust hat, mit nach Selsingen (zwischen Bremen und Hamburg) zu fahren und unsere Damen am 5./6. März kräftig anzufeuern, melde sich bitte bei Stibbi oder unter der unten angegebenen Kontaktadresse.

13.02.2016
Großer Sonntag für unsere Frauen?

Am morgigen Sonntag fällt die Entscheidung: Um 11 Uhr steigt in Landshut der letzte Spieltag der regulären Bundesliga-Saison und für Calw I geht es in Niederbayern, nordöstlich von München, eigentlich nur darum, einen Satzgewinn gegen den TSV Niedernhall oder anschließend gegen die Landshuterinnen zu verbuchen. Denn damit wäre Platz 3 in der Tabelle gesichert und die Reise zur DM-Endrunde in Selsingen (5./6. März) könnte gebucht werden.


Pflicht locker erledigt
31.01.2016 – Die Damen von Trainer Björn Gumbinger erledigten vor großem Publikum in der Walter-Lindner-Sporthalle souverän ihre Pflicht, mit 3:0-Siegen gegen TV Unterhaugstett und TSV Gärtringen. Im Lokalderby gegen den TVU setzte Maren Heuer in der Mitte mit guten Zuspielen die überlegenen Angreiferinnen Henriette Schell und Stephanie Dannecker in Szene. 11:2, 11:3 und 11:5 endete das Match. Egal, ob die frisch verheiratete Jasmin Sackmann (vormals Schweizer – herzlichen Glückwunsch!!!), ob Sandra Janot, Lisa Kübler, Samantha Lubik oder Sabrina Bauer – die durchgewechselte Abwehr hatte auch gegen Gärtringen keinerlei Probleme. 11:7, 11:2 und 11:0 – eine glasklare Sache für Calw, das nun beste Chancen auf die DM-Teilnahme hat. Ein Sieg muss aber noch her, am letzten Spieltag (14.2.) gegen die Verfolger Niedernhall und Landshut.

Sensation an der Enz – die DM ist wieder greifbar

25. Januar 2016 – Mit zwei auch in der Überlegenheit sensationellen Siegen gegen Tabellenführer und Gastgeber TV Vaihingen/Enz sowie den frischgebackenen Europapokalsieger TSV Dennach hat sich die Bundesliga-Truppe von Trainer Björn Gumbinger und Betreuerin Elke Schöck selbst am Schopf aus dem Sumpf gezogen. An diesem Tag stimmte einfach alles, die Gegner konnten gegen die Spielfreude und Superform der Schwarzwälderinnen nichts ausrichten. Nun ist die Qualifikation zur Endrunde um die deutsche Meisterschaft wieder greifbar nahe.
 

Gelungener Start ins Faustballjahr 2016

18. Januar 2016 – Mit klaren Siegen gegen Gastgeber Tannheim (3:1) sowie Bretten (3:0) wahren die Bundesligafrauen ihre Chance auf die Endrundenteilnahme zur deutschen Meisterschaft. Ein Sieg am nächsten Sonntag – ab 10 Uhr in Vaihingen/Enz gegen die nun favorisierten Spitzenklubs Dennach oder Vaihingen wäre eine echte Kampfansage an den „Mitbewerber“ Landshut vor dem Saisonendspurt.


Ergebnisse vom letzten Wochenende

Frauen 1. Bundesliga Süd, in Bad Liebenzell: TSV Calw – TSV Gärtringen 3:0 (11:6, 11:3, 11:8); TSV Calw – TV Unterhaugstett 3:0 (11:6, 11:9, 11:5).

10. Dezember 2015 – Am Sonntag, 11 Uhr in Calw, Walter-Lindner-Sporthalle: Frauen 1. Bundesliga Süd, 4. Spieltag gegen TSV Niedernhall und TG Landshut. Die Ausgangslage ist klar: drei Teams, die in der Tabelle praktisch gleichauf liegen, kämpften direkt gegeneinander um den dritten Platz hinter Vaihingen/Enz und Dennach. Nach der jüngsten Vorstellung mit klaren Siegen gegen Gärtringen und Unterhaugstett gelten die Calwerinnen – in der eigenen Halle – als leichter Favorit. Coach Björn Gumbinger kann personell aus dem Vollen schöpfen, abgesehen davon, dass Stephanie Dannecker ihre noch nicht ausgeheilte Schulter schonen muss und deshalb nicht als Hauptschlägerin angreifen wird.