U18 weiblich

15.11.2016
Erster Hallenrunden-Spieltag in Knittlingen
Ergebnisse: Calw-Dennach 2 2:0 (11:5, 11:8), Calw-Ötisheim 2:0 (11:3, 11:4), Calw-Hohenklingen 2:0 (11:3, 11:5), Calw-Dennach 1 2:0 (11:3, 11:2).
Der deutsche Meister im Feld zeigte, wer Chef in Knittlingen ist und freut sich auf die Württembergische Meisterschaft am 21. Januar.
 

14.09.2016
Sportliche Leverkusenerinnen – auch nach dem Finale

Großen Sport bekamen die Zuschauer beim U18-Finale um die deutsche Meisterschaft zwischen Leverkusen und Calw (1:2) zu sehen. Nach der Entscheidung in Bardowick zeigten sich die Bayer-Mädels von ihrer besten Seite – und gratulierten herzlich den Calwerinnen zum Titel, ehe die Teams gemeinsam das Endspiel der Burschen anschauten, miteinander scherzten und lachten. Das Resümee auf der Leverkusener Faustball-Website spricht Bände: "Calw hatte am Ende den Sieg verdient. Einen herzlichen Glückwunsch nach Calw und unseren Mädels. Das habt Ihr toll gemacht." Dieses Lob können wir nur erwidern: Wir freuen uns auf ein Wiedersehen!
http://www.tsvbayer04.de/sport-bei-uns/faustball/faustball-news/newsdetail/weibl-jugend-u-18-gewinnt-silbermedaile.html


12.09.2016
Deutscher Meister, TSV Calw!

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Foto links: Laura Flörchinger (und im Hintergrund Fan Bernd Pfrommer) in Aktion, Anna Winkler schaut zu.
Foto rechts: Hinten jubeln die Männer des TV Brettorf, vorne unsere Mädels vom TSV Calw.
Danke für das Bildmaterial an Angelika Flörchinger.


Im Frühjahr 2009 hatten die Faustballer des TSV Calw letztmals einen nationalen Titel feiern dürfen. Stephanie Dannecker, Lisa Kübler und Sandra Janot, heute das Gerüst der Bundesliga-Mannschaft, bildeten damals das Herz der erfolgreichen A-Jugend-Mannschaft. Nun war es endlich wieder soweit: Im niedersächsischen Bardowick, vor den Toren Hamburgs, gewann die nächste Generation der Calwer U18-Frauen die deutsche Meisterschaft und schloss eine Traum-Saison ohne jede Niederlage und mit drei Titeln (auch Württembergischer und Süddeutscher Meister) ab. Dabei zeigten sich die sieben Spielerinnen des Trainer-Duos Petra Pfrommer und Elke Schöck – wie schon bei der „Süddeutschen“ in Augsburg – von ihrer besten Seite. „Wir waren ein echtes Team, jeder wollte den Titel unbedingt und zeigte einfach sein bestmögliches Faustball“, fasste Petra Pfrommer die beiden Turniertage in der Spätsommerhitze der Lüneburger Heide zusammen.
Die bestmögliche Leistung war allerdings auch notwendig, um gegen die anderen Medaillenkandidaten aus Pfungstadt, Wiemersdorf, Schneverdingen und vor allem gegen den Top-Favoriten Bayer 04 Leverkusen zu bestehen. Wie sich später im Gesamtergebnis zeigen sollte, waren die Calwerinnen in der deutlich stärkeren der beiden Fünfergruppen gelandet. Mit dem Süd-Dritten TV Herrnwahlthann hatten die Calwerinnen aber einen dankbaren Auftaktgegner, das ungefährdete 2:0 (11:8, 11:5) gegen die Niederbayerinnen war gerade richtig zum Einspielen, „zumal wir uns meist schwer tun, in ein Turnier zu kommen“, so Elke Schöck.
Der TSV Schülp aus Schleswig-Holstein war als bislang unbekannter Gegner schwer einzuschätzen. Doch im ersten Satz (11:3) wurde klar, dass Calw auch diese Begegnungen nutzen konnte, um die optimale Aufstellung für die späteren schweren Hürden auszuprobieren. In der Abwehr kamen Anna Winkler, Leonie Pfrommer und Muriel Wacker zum Einsatz, in der Mitte Laura Flörchinger und Adina Stoll, im Angriff Henriette Schell und Kristin Heuer. Mit 11:8 wurde der zweite Sieg eingetütet.
Dann die Begegnung mit Leverkusen. Calw trat in der Aufstellung Schell, Heuer, Stoll, Winkler, Flörchinger an – und diese Fünf begann auf Augenhöhe mit dem „Werksteam“ aus Nordrhein-Westfalen. Erstmals in diesem Turnier entwickelte sich eine echte Klasse-Begegnung mit zwei Spitzenteams auf Augenhöhe. Satz 1 ging knapp an Leverkusen (9:11), der zweite Durchgang ebenso knapp an Calw (14:12). Und der dritte Satz unterstrich, dass die Calwerinnen sich eine Eigenschaft erarbeitet haben, die früher fehlte: Nervenstärke. Denn als Leverkusen auf 4:8 davongezogen war, blieben die Calwerinnen ruhig, sammelten geduldig Punkt für Punkt – genau: sieben am Stück – und gewannen 11:8.
Vielleicht war es die Euphorie dieses kaum für möglich gehaltenen Erfolgs sowie das Wissen, dass ein einziger Satzgewinn im letzten Vorrundenspiel gegen TSV Pfungstadt bereits den Gruppensieg bedeuten würde – jedenfalls legte Calw einen kapitalen Fehlstart gegen den West-Meister aus Hessen hin. Erneut aber verwandelten sie einen Satzrückstand in einen 2:1-Sieg (6:11, 11:8, 11:9). Als Gruppenerster zogen die Schwarzwälderinnen somit direkt ins Halbfinale ein und ersparten sich ein kraftraubendes Viertelfinale am Sonntagmorgen – ein unschätzbarer Vorteil, wie sich am nächsten Tag zeigen sollte.
Leverkusen ließ am Sonntag zunächst die Nordlichter aus Wiemersdorf und dann den stark eingeschätzten Jahn Schneverdingen abblitzen, Calw bekam es in der Vorschlussrunde erneut mit den gefährlichen Pfungstädterinnen zu tun, die ihnen tags zuvor noch Kopfzerbrechen bereiteten. Doch dies war der Moment des TSV Calw. Mit einer defensiveren Ausrichtung zogen sie dem Gegner früh den Zahn, gingen schnell in Führung und ließen mit spürbarem Willen nie einen Zweifel aufkommen, wer ins Finale gehört: 11:6, 11:9 für die Mannschaft, die vor anderthalb Jahren in der Hallenrunde in fast identischer Aufstellung DM-Silber mit der A- und B-Jugend gewann. Nun also erneut ein Endspiel, diesmal auf dem Feld und vor einer großartigen Kulisse auf dem Center Court von Bardowick.
 
Rund 250 Zuschauer bekamen hier nun ein Finale präsentiert, das an Spannung und Dramatik kaum zu überbieten war: Mit langen Ballwechseln, grandiosen Abwehraktionen auf beiden Seiten, tollen Finten, Leidenschaft und dem Duell der U18-Weltmeisterschlägerinnen Henriette Schell und Marie Hodel. Calw überraschte mit ungewohnter Aufstellung, vorne rechts Leonie Pfrommer, dahinter Laura Flörchinger. In der Mitte gab Adina Stoll die Zweitschlägerin, hinten links die kampfstarke Anna Winkler. Von Beginn an entwickelte sich erneut ein Duell der momentan klar besten deutschen Teams auf Augenhöhe. Und wieder hatte Leverkusen den besseren Start: 9:11. Dann schien die Entscheidung schnell zu fallen. Bayer 04 zog auf 8:4 und 9:5 davon, nur zwei Bälle fehlten zum Sieg. Doch erneut behielten die Calwerinnen die Nerven, vermieden Eigenfehler und Henriette Schell setzte vorn alles auf eine Karte, wuchtete das runde Leder immer wieder durch die Mitte. Drei Matchbälle wehrten die Süddeutschen ab – und glichen mit 15:13 aus. Wieder musste ein dritter Satz her. Bis zum Seitenwechsel (5:6) blieb das Spiel ausgeglichen, dann 6:8 aus Calwer Sicht, und erneut das Aufbäumen – bis zum erlösenden 11:9-Siegball. Diesmal musste, anders als 2015, Leverkusen gratulieren.
„So lange hatten wir von diesem Moment geträumt“, meinte Kristin Heuer und bei Mitspielerinnen und Trainerinnen kullerten viele Tränen der Erlösung. „Eine perfekte Saison so abzuschließen und auf dem obersten Podestplatz die Nationalhymne mitzusingen – was gibt es schöneres?“, so Petra Pfrommer, die als Trainerin diese Mädels bereits seit dem D-Jugend-Alter begleitete und gemeinsam mit Elke Schöck kontinuierlich formte und verbesserte. Dieser Erfolg musste einfach her und ist nach den Platzierungen der drei letzten Meisterschaften (Zweiter, Vierter, Dritter) hochverdient. Eine Goldmedaille nahm das Team übrigens für Katrin Strobel mit, die aufgrund eines Auslandsaufenthalts aus der Ferne mitfieberte. Gute Aussichten für den TSV: diese Mannschaft wird in gleicher Aufstellung auch die nächste Hallenrunde bestreiten. Zur nächsten Hallenmeisterschaft – im März in Pfungstadt – reist sie dann allerdings nicht mehr als Medaillenanwärter an, sondern als Titelfavorit.
Deutscher Meister U18 weiblich, Feld 2016: Laura Flörchinger, Kristin Heuer, Leonie Pfrommer, Henriette Schell, Adina Stoll, Muriel Wacker, Anna Winkler. Trainer: Petra Pfrommer, Elke Schöck.
Platzierungen: 1. TSV Calw, 2. Bayer 04 Leverkusen, 3. TV Jahn Schneverdingen, 4. TSV Pfungstadt, 5. TSV Wiemersdorf, 6. TV Segnitz, 7. TV Herrnwahlthann, 8. TSV Schülp, 9. TSV Bardowick, 10. TGS Seligenstadt.
Ergebnis U18 männlich: 1. TV Brettorf, 2. NLV Vaihingen, 3. VfL Kellinghusen, 4. VfK Berlin, 5. TSV Gärtringen.

 

18.07.2016

U18-Frauen verteidigen Titel als Süddeutscher Meister

Augsburg war definitiv eine Reise wert für die U18-Faustballerinnen des TSV Calw. Angeführt von einer souveränen Hauptschlagfrau Henriette Schell, ergänzt von den sicher agierenden Angreiferinnen Adina Stoll und Kristin Heuer, sowie mit einer glänzenden Abwehr versehen, ließen die Calwerinnen auf der schönen Sportanlage des TV Augsburg der süddeutschen Konkurrenz nicht den Hauch einer Chance. Ob nun Spielführerin Katrin Strobel, Neuzugang Anna Winkler, Bundesliga-Nachrückerin Laura Flörchinger oder die jungen Nachwuchs-Asse Leonie Pfrommer und Muriel Wacker in der Mitte oder in der Defensive agierten, spielte überhaupt keine Rolle – niemand ließ etwas anbrennen. „Mit dieser Mannschaft können wir mit großem Selbstbewusstsein zur deutschen Meisterschaft nach Niedersachsen fahren“, weiß Elke Schöck. Und ihre Trainerpartnerin Petra Pfrommer gibt die Devise aus: „Unser Ziel in Bardowick muss das Endspiel sein.“

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Und wieder Gold für unsere U18-Frauen.

Zumindest im Süden der Republik bleiben die Calwerinnen, die auf Württembergische Meisterschaften schon fast ein „Abo“ besitzen, eine Macht. Die Gruppenspiele gegen TSV Gärtringen, TV Hallerstein und den stark eingeschätzten TV Segnitz gingen jeweils klar an Calw, so dass die Mannschaft am Sonntag direkt für das Halbfinale qualifiziert war. Dort trafen die Schwarzwälderinnen auf den unkonventionellen Bayern-Meister TV Herrnwahlthann, ein in der Vergangenheit oftmals unangenehmer Gegner. Doch der Sieg für Calw fiel überdeutlich aus. Im Endspiel standen erneut die Unterfränkinnen aus Segnitz gegenüber und wieder übernahm Calw kurz nach Beginn die Initiative. Der Gewinn der Goldmedaillen war nie gefährdet. Zusammen mit den Bayerinnen aus Segnitz sowie aus Herrnwahlthann vertritt also einmal mehr der TSV Calw den süddeutschen Faustball in der Lüneburger Heide am 10./11. September. Der TV Unterhaugstett unterlag im „kleinen Finale“ und wurde Vierter, Gärtringen Fünfter.

Für Henriette Schell war das Turnier im übrigen die optimale Vorbereitungseinheit. Sie schwitzt in diesen Tagen in Nürnberg-Eibach, wo von Donnerstag bis Sonntag die U18-Weltmeisterschaft stattfindet. Die 17-Jährige Schlagfrau darf erneut die Calwer Farben im Dress der Nationalmannschaft vertreten, wie schon beim Gewinn von EM-Silber im Vorjahr.

Süddeutsche Meisterschaft U18 weiblich in Augsburg: Gruppenspiele TSV Calw-TSV Gärtringen 2:0 (11:5, 11:5), Calw-TV Hallerstein 2:0 (11:4, 11:4), Calw-TV Segnitz 2:0 (11:7, 11:9); Halbfinale Calw-TV Herrnwahlthann 2:0 (11:3, 11:6); Finale Calw-Segnitz 2:0 (11:7, 11:8).

04.07.2016

U18 wird Favoritenrolle gerecht

Inzwischen haben sich die TSV-Nachwuchsfrauen der U18-Altersklasse an ihre Favoritenrolle bei den Württembergischen Meisterschaften gewöhnt. Und einmal mehr gewannen sie den Titel. In Unterhaugstett war es – wie so häufig – der Gastgeber TVU, der im Endspiel gegenüberstehen sollte. Beide Teams hatten ihre Gruppenspiele sowie die Halbfinalbegegnungen schadlos überstanden. Mehrmals konnte das Trainerduo Petra Pfrommer und Elke Schöck die Aufstellungen durchmischen, so dass jede der acht Spielerinnen zu reichlich Einsatzzeiten kam.
Die nächste Herausforderung ist nun die Süddeutsche Meisterschaft am 16./17. Juli in Augsburg. Auch in der bayrisch-schwäbischen Metropole reisen die Calwer Titelverteidigerinnen als Goldanwärterinnen an – Ziel: Qualifikation zur deutschen Meisterschaft, am 10./11. September im niedersächsischen Bardowick.
Württembergischer Meister U18 weiblich: Henriette Schell, Kristin Heuer (Angriff), Adina Stoll, Laura Flörchinger, Anna Winkler (Mitte/Abwehr), Leonie Pfrommer, Muriel Wacker, Katrin Strobel (Abwehr).
Ergebnisse: TSV Calw – SpVgg Weil der Stadt 2:0 (11:1, 11:8), Calw – TSV Dennach 1 2:0 (11:6, 11:8), Halbfinale Calw – TSV Gärtringen 2:0 (11:8, 11:5), Finale TV Unterhaugstett – Calw 0:2 (8:11, 9:11).
 


04.06.2016
Spieltag in Zainen-Maisenbach:
Calw-Dennach 1 2:0 (11:4, 11:6), Calw-Zainen 2:0 (11:2, 11:4), Calw-Schwieberdingen 2:0 (11:4, 11:8), Calw-Dennach 2 2:0 (11:4, 11:5).

04.04.2016
Bronze für unsere jungen Frauen!
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Freudensprünge über Bronze! Foto: Anschi Flörchinger
Mit einem gewissen Erwartungsdruck waren die U18-Faustballerinnen des TSV Calw ins nahe Schwieberdingen zur deutschen Meisterschaft ihrer Altersklasse gefahren. Schließlich war das Team der Trainerinnen Elke Schöck und Petra Pfrommer im Vorjahr in Hamm sensationell ins Finale vorgestoßen und gewann Silber. Dieses Mal brachte der Bundesliga-Nachwuchs die bronzefarbenen Plaketten mit nach Hause.
In der Vorrunde benötigten die jungen Damen aber zwei Spiele, um in Fahrt zu kommen. Das Auftaktmatch gegen den aufstrebenden Lokalrivalen TV Unterhaugstett endete 1:1, dann setzte es eine klare Niederlage gegen den starken TSV Bayer 04 Leverkusen. Unter Druck, spielten sie nun aber sicher auf und erkämpften sich mit überraschend klaren 2:0-Siegen gegen Westmeister TSV Pfungstadt sowie den TSV Wiemersdorf aus Schleswig-Holstein Platz 2 in der Gruppe A.
Im Viertelfinale gelang ein 2:1-Satzsieg gegen das zweite Holsteiner Team aus Breitenberg. Schluss mit lustig war im Halbfinale gegen den TV Eibach. Im Endspiel um die Süddeutsche Meisterschaft war noch ein knapper Sieg gelungen, diesmal behielten die Nürnbergerinnen aber die Oberhand (1:2). Im Spiel um Platz 3 stand erneut Unterhaugstett gegenüber, nach dem knappen ersten Satz (14:12) war im zweiten Durchgang alles klar zugunsten der Calwerinnen (11:3).


21.02.2016
Krimi-Sonntag in Haibach: Calwer U18-Frauen sind Süd-Meister!

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So seh'n Siegerinnen aus: die U18 des TSV Calw. (Foto: A.Flörchinger)
Was für ein Finale furioso! Nach drei überaus lockeren Siegen in den Gruppenspielen ging es in der Sporthalle des Aschaffenburger Vororts Haibach richtig rund. Die U18-Faustballerinnen des TSV Calw trafen am Sonntag, dem zweiten Tag der Süddeutschen Meisterschaft, zum Halbfinal-Showdown wieder einmal auf den TV Unterhaugstett. Und der TVU spielte diesmal so stark wie seit langem nicht mehr. Mit sehr geringer Fehlerquote brachten die Rotschwarzen unsere A-Jugend-Mädels fast zur Verzweiflung und das Publikum in der gemütlich-engen Halle erlebte ein Match mit echtem Spitzenspiel-Charakter. Lange, spannende Ballwechsel, starke Abwehraktionen und Angriffe auf beiden Seiten sorgten für Hochstimmung. Und für ein ganz knappes Match: Erst in der Verlängerung des dritten Durchgangs setzten sich die Calwerinnen einmal mehr gegen den Lokalnachbarn durch.

Für die Calwerinnen war dieser unerwartet anstrengende Semifinal-Kampf ein Fanal fürs Endspiel gegen den Favoriten und Titelverteidiger TV Eibach. Und erneut bekam das Publikum in Haibach Frauenfaustball erster Klasse zu sehen. Henriette Schell und Kristin Heuer auf Calwer Seite spielten konsequent die herausragende Nürnberger Schlagfrau Svenja Schröder an, um deren krachenden Angriffen aus dem Weg zu gehen. Mit großer Disziplin schafften die Calwerinnen das "Break" zum 9:7 und gewannen Satz 1 knapp. Im zweiten Durchgang reichten zwei Fehler der Schwarzwälderinnen, um Eibach den Satzausgleich zu ermöglichen. Im entscheidenden dritten Satz dann drehten die Fränkinnen zunächst auf. Bei 3:6-Rückstand aus Calwer Sicht wurden letztmalig die Seiten gewechselt. Laura Flörchinger holte allein in diesem Durchgang drei der gefürchteten kurzen Schröder-Angaben, und dies war der Schlüssel zum Erfolg. Calw konnte aufbauen und punkten. Denn die eingewechselte Abwehrspielerin Leonie Pfrommer und die das ganze Turnier über absolut sichere Muriel Wacker leisteten sich keine Fehler, Adina Stoll ergänzte nun Henriette Schell am Schlag. Die Aufholjagd nahm beim Spielstand von 8:10 und zwei Matchbällen für Eibach ihren Höhepunkt: Das Calwer Team, von den Betreuerinnen Petra Pfrommer, Stephanie Dannecker und Elke Schöck perfekt eingestellt, gewann vier Ballwechsel in Folge und fand sich in einer Jubeltraube wieder. Die blutenden Schrammen an Knien und Ellbogen, Zeugen bedingungslosen Einsatzes und Siegeswillens, waren spätestens bei der Siegerehrung vergessen.

Als Meister der Regionalgruppe Süd gehören die Calwerinnen nun zwangsweise zu den Mitfavoritinnen bei der deutschen Meisterschaft. Im Vorjahr noch als Außenseiter Sensations-Zweite in Hamm, sollte diesmal – am 2./3. April in Schwieberdingen – erneut eine Medaille herausspringen.

Ergebnisse, Vorrunde: Calw – TSV Gärtringen 2:0 (11:3, 11:6), Calw – TSV Herrnwahlthann (Bayern) 2:0 (11:5, 11:6), Calw – FV Glauchau-Rothenbach (Sachsen) 2:0 (11:3, 11:0); Halbfinale Calw – TV Unterhaugstett 2:1 (8:11, 11:5, 13:11); Finale Calw – TV Eibach (Bayern) 2:1 (11:9, 7:11, 12:10).
Süddeutscher Meister U18 weiblich 2016 im Hallenfaustball: Kristin Heuer, Henriette Schell, Laura Flörchinger, Muriel Wacker, Adina Stoll, Leonie Pfrommer.


25. Januar 2016
Die Calwer U18-Frauen holen sich Schwaben-Gold!
Die A-Jugend-Frauen des TSV Calw holten sich in Stuttgart-Degerloch – wie erhofft und erwartet – Gold bei der Württembergischen Meisterschaft. Die Ergebnisse: Calw-TSV Dennach 2:0 (11:3, 11:6), Calw-TSV Gärtringen 2:0 (11:9, 12:10), Calw-NLV Vaihingen 2:0 (11:3, 11:6), Calw-TV Unterhaugstett 2:0 (11:4, 11:3). Besser geht’s fast nicht. Nur gegen die aufstrebende junge Mannschaft aus Gärtringen hatten die alten und neuen Schwabenmeisterinnen einen „Durchhänger“. Verdientes Gold für Calw! Nächstes Saisonziel: eine Medaille bei der Süddeutschen Meisterschaft am 20./21. Februar in Haibach, wenige Kilometer von Aschaffenburg entfernt.