Männer 1, 2. Bundesliga Süd

08.01.2017
Calwer untermauern Aufstiegsträume
Zwei wichtige Siege gegen Grafenau und Unterpfaffenhofen festigen Tabellenrang 2
 
Die Faustball-Männer des TSV Calw legten in der 2. Bundesliga einen optimalen Start ins neue Jahr hin. Mit sicheren Siegen in Grafenau und nun 20:4 Punkten festigt der Aufsteiger Platz 2 hinter Tabellenführer Hohenklingen (20:0) und behält die Möglichkeit eines Durchmarschs in die 1. Bundesliga im Blick. Bei nur noch vier ausstehenden Spielen für die Schwarzwälder dürfte am 28. Januar die Vorentscheidung fallen: Dann trifft Calw in Neuenbürg auf den direkten Verfolger TV Waldrennach (Platz 3/18:6) sowie TV Augsburg (4./8:8). Für die Grafenauer hingegen wird die Luft dünner. Sie verloren etwas überraschend beide Begegnungen klar und stecken im Abstiegskampf.
TSV Grafenau – TSV Calw 0:3 (9:11, 5:11, 7:11): Nach kurzer Feiertagspause traten beide Teams mit bewährten Formationen an. Für Grafenau sollten Dennis Reule und Felix Katz punkten, in der Abwehr standen Markus Katz, Constantin Reuter und Tobias Kaufhold (Zuspiel). Calw setzte auf Bernd Bodler und Raphael Schlattinger (Angriff), Nick Stoll (Mitte), Philipp Kübler und Marco Stoll. Nach dem Hinspiel-Krimi, als Calw erst in der Verlängerung des fünften Satzes gewannen, erwartete das Publikum in Grafenau ein neuerliches Spektakel. Das konnten aber beide Mannschaften nicht bieten. Sie suchten vielmehr den schnellen Abschluss und produzierten viele Eigenfehler. Bis zum 6:5 hielt Grafenau mit, ehe Calw auf 6:10 davonzog und gewann.
Im zweiten Durchgang unterliefen Schlattinger drei Fehlangaben in Serie, doch die Gastgeber zogen daraus keinen Nutzen. Grafenau fehlten Druck und Ideen. Auch die Einwechslung von Peter Marquardt für Reule brachte keine Verbesserung. Die Gäste zogen erneut zur Satzmitte davon – aus einem 4:2 wurde ein 4:7 und letztlich ein souveränes 5:11 für Calw. Satz 3 gingen die Heimischen wieder in der Anfangsaufstellung an, doch nichts lief zusammen. Calw brauchte sich nicht verausgaben und gewann locker. „Gut, dass wir nur drei Durchgänge benötigt haben“, schnaufte Calws Betreuer Thomas Stoll durch, „denn Raphael Schlattinger ist nach Fieber und Erkältung noch nicht auf der Höhe.“ Grafenau-Kapitän Tobias Kaufhold räumte ein: „Wir spielten nicht effizient, kamen vorne nicht durch. Ein Schlattinger nutzt das eiskalt aus.“
TSV Calw – TSV Unterpfaffenhofen 3:1 (11:8, 6:11, 11:4, 11:6): Für Unterpfaffenhofen sollte sich die beschwerliche Anreise lohnen – und den Favoriten wollten sie zumindest ärgern. Calw musste sich in die Begegnung beißen, nach 4:6-Rückstand zeigten sich die Schwaben in den langen Ballwechseln diesmal konzentriert, unterschnittene Angriffsbälle aus dem Spiel heraus brachten eine schnelle Führung und den 11:8-Satzgewinn. Anders Durchgang 2: 0:2, 1:4, Calw verschlief den Beginn. Während die Bajuwaren geduldig spielten, unterliefen dem Favoriten Flüchtigkeitsfehler. 1:4, 5:8 und 6:11 lauteten die Stationen zum Satzausgleich. Dann fand der Tabellenzweite das Rezept: Brechstange wegpacken, konzentriert und sauber spielen – und schon lief es wie am Schnürchen. 11:4 und 11:6, der Spieltag wurde mit mäßigem Aufwand mit 6:1 Sätzen beendet. „Gegen Unterpfaffenhofen wollten wir cool bleiben und viel über kurze Bälle gehen. Das ist uns – außer im zweiten Satz – gut gelungen“, so Spielertrainer Bernd Bodler. Und über seinen Kollegen, Hauptangreifer Raphael Schlattinger: „Auch wenn er öfter sehr riskant spielt und Fehler macht – er rettet uns immer wieder. Ohne ihn wären wir nicht annähernd dort, wo wir jetzt sind. Die Chance auf Aufstiegsspiele steht gut.“
TSV Grafenau – TSV Unterpfaffenhofen 0:3 (3:11, 4:11, 10:12): „Ein sehr unangenehmer Gegner“, wusste Tobias Kaufhold schon vorher von den Bayern zu berichten. Dass die Mannschaft aus der Münchner Vorstadt Germering aber so deutlich den Grafenauern den Zahn ziehen würden, hatte in der Wiesengrundhalle wohl niemand erwartet. Die Gastgeber konnten nicht ansatzweise an die jüngsten Auftritte anschließen. Unterpfaffenhofens Abwehr hatte kaum Probleme mit den Angriffsbemühungen des Gegners und insbesondere der clevere Matthias Willer punktete immer wieder. „Der dritte Satz war in Ordnung. Alles andere heute nicht“, urteilte Grafenaus Faustballchef Karl Katz. „Jetzt geht es richtig um den Abstieg.“

19.12.2016
TSV Calw im Wechselbad der Gefühle

Zehn Sätze, ein Sieg: Faustballer verteidigen Platz 2 in der 2. Bundesliga

 

Ein Wechselbad der Gefühle durchlebten die Faustball-Männer des TSV Calw beim Zweitliga-Spieltag in Kaufbeuren. Zwischen totalem Triumph und einem Desaster war alles möglich bei dem Aufeinandertreffen der drei Aufsteiger. Nach zehn aufregenden Sätzen blieben eine einkalkulierte Niederlage und ein ebenso erwarteter Sieg.

TV Neugablonz – TV Hohenklingen 0:3 (10:12, 5:11, 2:11). Zunächst duellierten sich der heimische TV Neugablonz, der bisher erst einen Sieg verbuchen konnte, und der unangefochtene Tabellenführer TV Hohenklingen. Bis zum 7:5 konnten die elanvoll gestarteten Bayern ihren Heimvorteil nutzen, auch weil der Gast nicht seine Top-5 aufgeboten hatte. Dann drehte der TVH gewohnt souverän auf und fuhr einen letztlich lockeren Sieg ein.

TV Hohenklingen – TSV Calw 3:2 (8:11, 12:10, 11:7, 5:11, 11:9). Im Spitzenspiel Erster gegen Zweiter konnte der TV Hohenklingen seine weiße Weste verteidigen, allerdings nur mit Not und einem Quäntchen Glück. Bereits mit dem ersten Ballwechsel begann ein Duell auf Augenhöhe und mit erhöhtem Blutdruck. In einer brenzligen Leinen-Situation gerieten Raphael Schlattinger auf Calwer Seite und der im ersten Spiel noch geschonte starke Hohenklingener Zuspieler Marco Kühner verbal aneinander, der Ball wurde wiederholt. So war schon beim Stand von 0:0 reichlich „Feuer“ in der Zweitliga-Spitzenpartie. Auf beiden Seiten wurde in der Folge Faustball auf höchstem Niveau geboten. Die Abwehrreihen wirbelten, perfekte Zuspiele und grandiose Abschlüsse bekamen die bayrischen Zuschauer von den zwei Gästeteams geboten. Calw gewann den ersten Satz sicher 11:8. Und wer weiß, wie es ausgegangen wäre, hätte der TSV nach 1:6-Rückstand und beeindruckender Aufholjagd den Satzball zum zweiten Durchgang genutzt. Doch nun drehte Ex-Nationalspieler Michael Krauß mit seinen stärksten Bällen auf, Kühner holte „unholbare“ Kurzbälle. Hohenklingen glich aus (12:10). Die Calwer wirkten geschockt, der Gegner war obenauf und ging nach umkämpften Ballwechseln 2:1 in Führung (11:7). Doch der TSV kam zurück, und wie: Schlattinger drosch den Gegnern die Bälle um die Ohren, Bernd Bodler blockte erfolgreich. Die Zuspiele von Philipp Kübler und Nick Stoll kamen wie auf Bestellung und Marco Stoll kratzte die schwierigsten Schläge hinter Hauptangreifer Schlattinger weg. Calw spielte wie im Rausch und gewann 11:5. Ähnlich überzeugend auch der Entscheidungssatz, als der TSV beim Wechsel zwar zurücklag (5:6), dann aber 9:7 führte. Doch es gelang nicht mehr, den herausragenden Krauß aus dem Spiel zu nehmen. Zwei Schlattinger-Schläge landeten hauchdünn im Aus, kurze Zeit später war der Traum vom Überraschungssieg einer herben Enttäuschung gewichen (9:11). „Wir hätten hier den Sieg einfahren müssen“, weiß der einmal mehr souveräne Linksverteidiger Philipp Kübler. „Leider ist uns das nicht gelungen und Hohenklingen schaffte mit ein wenig Glück noch die Wende.“

TV Neugablonz – TSV Calw 2:3 (6:11, 6:11, 11:6, 11:7, 3:11). Normalerweise ist es schwierig, nach einem in letzter Minute vergebenen Coup die notwendige Anspannung zu finden, um den anschließend aufwartenden schwächeren Gegner konzentriert zu beackern. Doch die Calwer steckten das knappe 2:3 überraschend cool weg. Der Gastgeber TV Neugablonz hatte in den ersten beiden Sätzen keine Chance. Mit Nico Stoll für Bernd Bodler am Zweitschlag und mit Lukas Gruner in der Abwehr (für Marco Stoll) war keinerlei Bruch im Spiel zu erkennen: zwei Mal 11:6 für Calw. Auch der dritte Satz begann vielversprechend (2:0), doch plötzlich war die notwendige Spannung spurlos verschwunden. Die zuvor so sichere Calwer Abwehr bekam den Zitterarm, Missverständnisse bei kurzen Bällen sorgten für Nervosität, Schlattinger ging auf Risiko und produzierte Fehler. Das Publikum roch die Chance, dass der Außenseiter das Match drehen kann. Neugablonz, angeführt von einem aufdrehenden Christoph Sax, drehte förmlich auf. 11:6, 11:7, Satzausgleich, das Match schien zu kippen. Zwar hatten Calws Joker Lukas Gruner und Nico Stoll daran die geringste Schuld, doch Betreuer Thomas Stoll wechselte auf die zuvor so starke Startformation zurück. Seine Männer fanden so die alte Sicherheit zurück und besinnten sich auf ihre Stärken. Calw führte schnell, kurz vor Schluss sogar mit 10:1, bei 11:3 war Schluss. „Noch mal gut gegangen“, schnaufte Philipp Kübler durch. Und Schlattinger ärgerte sich noch immer über die verpasste Chance, Hohenklingen zu besiegen. „Das wäre Gold wert gewesen und wir müssten nicht nach hinten schauen, um Tabellenplatz 2 zu verteidigen.“ Hohenklingen (20:0 Punkte) kann schon langsam für die Aufstiegsspiele am 18. Februar planen, Calw (16:4) muss sich noch dem TV Waldrennach (14:6) erwehren.

11.12.2016
TSV Calw bleibt vorne dran

 

Gut, dass mit dem MTV Rosenheim II und TuS Frammersbach zwei Tabellen-Hinterbänkler der 2. Faustball-Bundesliga beim TSV Calw zu Gast waren. In Wimberg fehlte nämlich mit Spielertrainer Bernd Bodler (verletzt) ein wichtiger Mann, dessen Erfahrung als Blockspezialist und Vollstrecker neben Hauptangreifer Raphael Schlattinger zuletzt häufig gefragt war. So stand nun eine Formation mit einem Durchschnittsalter von weniger als 20 Jahren auf dem Feld. Nico Stoll übernahm die vakante Angreiferposition.

Die Umstellung wirkte sich zunächst nicht aus, denn gegen die Oberbayern aus Rosenheim drehten Schlattinger, die drei Stolls (neben Nico aus dessen Bruder Marco in der Abwehr, sowie Nick Stoll in der Mitte) und Philipp Kübler nach verhaltenem Beginn (3:3) auf. Über 8:4 zogen die Calwer, angetrieben vom Schweizer Schlattinger, davon und gewannen sicher 11:5. Im zweiten Durchgang häuften sich die Fehler auf heimischer Seite, doch das 1:4 drehte der TSV zunächst in ein 9:8 um, ehe Rosenheim dreimal in Serie punkteten und zum Satzausgleich kam (9:11).

Im dritten Satz stand der TSV wieder auf der Sonnenseite. Nico Stoll fand besser ins Spiel, wurde mutiger. Nach dem klaren 11:4 dachten wohl alle Zuschauer, dieses Match sei gelaufen. Doch vor allem der impulsive Rosenheimer Angreifer Maximilian Kallupp hielt die Bajuwaren im Rennen. Bei 8:8 brachte ein umstrittener Leineball die Calwer aus dem Konzept, 8:11 – der fünfte Satz musste entscheiden.

Erneut sorgte ein umstrittener Ball für Stimmung in der Berufsschulhalle (0:2) und brachte Calw ins Hintertreffen. Zwei wichtige Abschlüsse vom nach langer Verletzungspause erholten Nico Stoll sorgten für die 6:4-Führung zum Seitenwechsel. Rechtzeitig zum „Showdown“ punktete Schlattinger nach einem der vielen blitzsauberen Kübler-Zuspiele zum 9:8, doch erneut kam Rosenheim heran. Dann war es beiden Calwer Angreifern vorbehalten, die Entscheidung zu erzwingen: 12:10. „Das war enger als erwartet, wir waren sehr nervös. Aber unsere Taktik haben wir nicht verändert, wir sind mutig geblieben“, erklärte der einmal mehr bärenstarke Mitte-Mann Nick Stoll.

Auch im zweiten Spiel des Tages lief es gut für die Calwer, denn die fünf Sätze zum Rosenheimer 3:2-Sieg gegen TuS Frammersbach forderten den gewieften Schlagmann Jochen Inderwies auf Seiten der Unterfranken vor dem nächsten Vergleich.

So lief es für den TSV gegen Frammersbach wie nach Wunsch. Lukas Gruner, für Marco Stoll auf der rechten Abwehrseite gekommen, fing die gegnerischen Angriffe ebenso selbstverständlich ab. Mit „Leader“ Schlattinger und dem nun endgültig „angekommenen“ Nico Stoll lief es wie am Schnürchen: 11:6, dann ein kleiner Hänger beim dennoch sicheren 11:9 sowie ein 11:8 gegen tapfer kämpftende Main-Franken – das machte in der Summe ein souveränes 3:0. Mit 14:2 Punkten auf dem Zweitliga-Konto nimmt der TSV Calw nun sogar Platz 2 ein.

Am nächsten Samstag (15 Uhr) kommt es in Kaufbeuren zum Zweitliga-Gipfel gegen den ungeschlagenen TV Hohenklingen. Wichtig für die Calwer Männer ist aber weniger der Vergleich mit den souveränen Kraichgauern um Ex-Nationalspieler Michael Krauß, sondern vielmehr ein „Pflichtsieg“ gegen Gastgeber TV Neugablonz, um vor den Verfolgern aus Waldrennach, Augsburg und Grafenau ins nächste Jahr zu wechseln. Offen ist, ob Bernd Bodler seine bei einem Zusammenprall mit Raphael Schlattinger erlittene Schulterverletzung bis dahin auskuriert hat.
 

04.12.2016
Calwer Männer bieten Faustballspektakel

 

Die Zuschauer waren, sofern ihr Herz für die Männer des TSV Calw schlägt, begeistert. Mit starken Auftritten behielten die Aufsteiger aus dem Schwarzwald am Spitzenspieltag die vier Punkte an der Nagold und mischen nun in der Zweitliga-Spitzengruppe mit.

TSV Calw – TV Augsburg 3:0 (11:6, 11:6, 11:4). Die Gäste aus dem bayrischen Schwaben reisten mit der Empfehlung von 8:0 Punkten aus den ersten vier Spielen an und waren eine unbekannte Komponente für die Calwer, die als Aufsteiger stark in die Runde gestartet waren. Spielertrainer Bernd Bodler und Raphael Schlattinger in der ersten Reihe, Nick Stoll in der zentralen Schaltstation und Marco Stoll/Philipp Kübler in der Abwehr aber wirkten in der Walter-Lindner-Halle schon wie ein abgeklärtes Zweitligateam. Die Calwer übernahmen sofort die Initiative. Die langen Augsburger David Färber und Michael Schäfer kamen gegen die starke heimische Defensive nur selten durch, stattdessen punktete Schlattinger. Und wenn die Augsburger versuchten, den Schweizer im Calwer Dress zu beschäftigen, übernahm Routinier Bodler. So ging es wesentlich schneller als erwartet: 11:6, 11:6, 11:4 – 3:0 für Calw. „Wir sind super gestartet und ließen die Augsburger nie ins Spiel kommen“, fasste Nick Stoll kurz zusammen.

TV Augsburg – TV Waldrennach 1:3 (11:6, 9:11, 9:11, 7:11). Gegen Waldrennach hatte der TV Augsburg den besseren Start und ging mit einem kurzen Ball 9:6 in Führung. „Waldi“ Simon Keck prallte beim Rettungsversuch mit einem Mitspieler zusammen, fiel mit Knieprellung aus. Satz 1 ging an Augsburg. Der eingewechselte Markus Kraut übernahm bei Waldrennach den Schlag und langsam kam Ordnung ins Spiel – der Favorit aus dem Enzkreis gewann die folgenden Sätze, wenn auch hart umkämpft.

TSV Calw – TV Waldrennach 3:1 (9:11, 11:3, 11:5, 11:5). Nun war das Publikum gespannt, wie sich die jungen Calwer gegen den Ex-Erstligisten und selbst erklärten Aufstiegsaspiranten schlagen würden. Beide Teams fackelten nicht lange und boten ein echtes Spektakel. Über 3:3, 3:6 und 5:9 zog Waldrennach davon, dann hatten die Calwer eine starke Phase und schlossen auf (9:9). Nach einem langen Ballwechsel sah Bernd Bodler die blanke Ecke der Waldrennacher, sein langer Ball aber segelte um Zentimeter ins Aus, eine Schlattinger-Risikoangabe prallte ebenfalls hinter die Linie. 9:11.

Die Waldrennacher Angreifer Jeremy Wuhrer und Markus Kraut aber konnten fortan kaum noch gefährliche Situationen heraufbeschwören, da die Calwer die Initiative ergriffen, mutig spielten, Bernd Bodler und Raphael Schlattinger die meisten Blocksituationen gewannen und mit großem Spielwitz agierten. Martin Neuweiler, Oliver Kraut und Carsten Scheerer kamen mit den Power-Schlägen des TSV-Angriffsduos überhaupt nicht zurecht. 6:0 gingen die Hausherren in Führung, 11:3, Satzausgleich. Nun spielte das heimische Team die Oberhand und spielte wie aus einem Guss. Nick Stoll kratzte unglaubliche Bälle heraus, Philipp Kübler spielte perfekt zu. 11:5 und nochmals 11:5, Calw beherrschte das Geschehen nach Belieben und schließt in der Tabelle mit dem Zweiten Waldrennach auf. Das Publikum dankte mit großem Beifall.

Nick Stoll: „Wir spielten konzentriert, da gab es nichts auszusetzen.“ Und Spielertrainer Bernd Bodler ergänzte: „Unser fehlerfreies Spiel war der Schlüssel zum Erfolg. Wir sind sehr gut in unsere erste Zweitligasaison gestartet. Aber ich warne davor, unsere nächsten Gegner Rosenheim II und Frammersbach zu unterschätzen. Da dürfen wir nicht rumeiern, sonst machen wir uns die gute Ausgangssituation kaputt.“ Los geht’s am Samstag, 10. Dezember, um 15 Uhr – dieses Mal in der Berufsschul-Turnhalle Wimberg.

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28.11.2016
Derby-Krimi mit Happy-end und ein sicherer 3:1-Sieg


Einen besseren Start in ihren Heimspiel-Hattrick hätten sich die Faustballer und Fans des TSV Calw kaum erträumen können: Gegen die arrivierten Zweitliga-Teams aus Grafenau und Unterpfaffenhofen gelangen dem Aufsteiger zwei Siege.

Dem Publikum in der Walter-Lindner-Halle wurde vor allem im ersten Spiel des Tages ein Faustballspektakel geboten. Die Calwer legten im Derby mit dem erfahrenen TSV Grafenau los wie die Feuerwehr. Bernd Bodler und Raphael Schlattinger harmonierten im Angriff von Beginn an. Wurde Hauptangreifer Schlattinger von Grafenaus Felix Katz aus dem Spiel genommen, so war Bodler zur Stelle. In der Calwer Mitte gab Nick Stoll einen starken Part und die Abwehrseiten waren bei Philipp Kübler und Marco Stoll in besten Händen. Schnell und mit begeisternden Kombinationen bauten die Gastgeber ihre Führung aus und gewannen 11:5.

Im zweiten Satz unterliefen den Calwern plötzlich Angaben- und Zuspielfehler in Serie, Grafenau zog auf 0:7 davon und gewann locker 5:11. Nun entwickelte sich ein echtes Kampfspiel, mit vielen Blocksituationen zwischen Bodler und Grafenaus starkem jungen Angreifer Dennis Reule. Bei 6:5 ging Calw erstmals in Führung, dann punktete der Gast dreimal in Folge, ehe wieder das heimische Publikum jubelte: 11:8. Auch im vierten Durchgang blieb Grafenau, das in Reule sowie den Katz-Brüdern Felix und Markus ihre stärksten Akteure hatte, der erwartet unangenehme Gegner. 1:5 aus Calwer Sicht, dann 8:8 – ehe diesmal Grafenau den Sack zumachte: 8:11.

Ein Entscheidungssatz musste her, und den hätte Alfred Hitchcock kaum besser inszenieren können: 0:2 aus Calwer Sicht, dann die Wende zum 6:3 und die sichere 9:5-Führung. Doch die Grafenauer bissen sich fest, kamen zum 10:10-Ausgleich. Dann wurde es richtig laut, als eine umstrittene Schiedsrichterentscheidung dem Gast einen Matchball bescherte und sich kurz darauf der aufbrausende Marco Stoll auch noch die gelbe Karte abholte. Doch Calws neuer Angreifer Schlattinger behielt die Nerven, glich aus. Kurz darauf war das 13:11 geschafft. „Das war ein hartes Stück Arbeit, weil Grafenau sehr sicher stand und fast keine Fehler gemacht hat“, schnaufte der Schweizer Nationalspieler im Calwer Trikot tief durch.

Für Grafenau endete nach dieser hauchdünnen Niederlage auch das nächste Match enttäuschend. Schlagmann Reule wurde mit schmerzendem Handgelenk zunächst geschont, schnell führte der TSV Unterpfaffenhofen mit zwei Sätzen. Dann kam Reule zurück, es lief wieder rund: Ausgleich. Doch am Ende behielten die Bayern die Oberhand. Diese vierte 2:3-Niederlage im vierten Spiel tut den Grafenauern richtig weh, denn nun hängen sie im Tabellenkeller fest. „Wir müssen nach dieser unglücklichen Serie erst mal die Köpfe freibekommen“, weiß Felix Katz, dass Grafenau als neues Schlusslicht zügig den Hebel umlegen muss.

Der TSV Calw hingegen spielte gegen Unterpfaffenhofen im Hochgefühl auf, nun in der 2. Bundesliga angekommen zu sein. Die 4:0-Führung im ersten Satz gab Sicherheit, Schlattinger wurde von seinen Rückleuten stark in Szene gesetzt und punktete mit kunstvollen, ja frechen Unterschnitt- und brachialen Langbällen: 11:7. Dann zeigten die Gäste, warum sie mit dem Abstiegskampf wohl nichts zu tun haben werden. Vor allem Matthias Willer fand Lücken in der Calwer Defensive, seine oftmals nicht harten, aber durchdachten Angriffe sorgten für Nervosität in der Walter-Lindner-Halle. Doch die Schwarzwälder setzten sich erneut durch (11:9). Inzwischen stabilisierte Lukas Gruner, für Marco Stoll eingewechselt, die rechte Abwehrseite. Beide Teams neutralisierten sich, Calw holte einen 2:5-Rückstand auf (8:8), aber die Gäste verkürzten auf 2:1 (9:11). Dann waren die Karten klar verteilt: Unterpfaffenhofen ging die Puste aus, Calw dominierte nach Belieben und gewann sicher 11:4.

Mit 6:2 Punkten setzt sich der TSV in der vorderen Tabellenhälfte fest. „Gut, dass Unterpfaffenhofen ebenfalls über fünf Sätze gegen Grafenau gehen musste. So waren wir am Ende des Spiels im Vorteil“, so Bodler nach dem dritten Saisonsieg. Die Fans in der Walter-Lindner-Halle hatten ihren Spaß und spendeten reichlich Beifall. Viele von ihnen werden wohl wiederkommen, wenn am nächsten Samstag (15 Uhr) der Tabellendritte TV Augsburg sowie der Zweite TV Waldrennach – sowie eine Woche später Rosenheim und Frammersbach in Calw gastieren.

Calw spielte mit Bernd Bodler, Raphael Schlattinger, Nick Stoll, Lukas Gruner, Philipp Kübler, Marco Stoll. Reserve: Moritz Pfrommer, Nico Stoll.

TSV Calw – TSV Grafenau 3:2 (11:5, 5:11, 11:8, 8:11, 13:11); TSV Grafenau – TSV Unterpfaffenhofen 2:3 (4:11, 3:11, 11:6, 11:9, 8:11); TSV Calw – TSV Unterpfaffenhofen 3:1 (11:7, 11:9, 9:11, 11:4).


16.11.2016
Erfolgreich die erste Reifeprüfung abgelegt


Mit 2:2 Punkten kamen die Faustballmänner des TSV Calw von ihrem ersten Spieltag in der 2. Bundesliga Süd nach Hause. Ein vielversprechender Auftakt und eine gute Basis vor den drei Heimspiel-Samstagen.

Das Abenteuer in der zweithöchsten Spielklasse begann in Knittlingen mit der erwartet hohen Hürde. Gastgeber war der TV Hohenklingen, der gemeinsam mit den Schwarzwäldern aufgestiegen war und aufgrund seiner starken Besetzung sogar als Aspirant für den Durchmarsch in die 1. Liga gilt. Warum das so ist, demonstrierten die Kraichgauer, angeführt vom erfahrenen Ex-Nationalspieler Michael Krauß, während die Calwer zunächst zu viel Respekt vor dem gewieften Hauptschlagmann und seinen Mitstreitern hatten. So fingen sich die jungen Talente um Spielertrainer Bernd Bodler einen 5:11-Fehlstart ein.
 

Nach dieser Abreibung fingen sich die Gäste nur langsam. Philipp Kübler und Marco Stoll fingen schwierige Bälle ab, doch die Zuspiele kamen noch unsauber und so tat sich Calws neuer Hauptschlagmann Raphael Schlattinger schwer. Er musste viel riskieren und produzierte eine entsprechend hohe Fehlerquote. „Es ist einfach schwer in dieser Halle mit der niedrigen Decke und federndem Boden, der den Ball nicht richtig abspringen lässt“, weiß Bodler das 8:11 einzuschätzen. Im dritten Durchgang engagierte sich der TSV mit den ungewohnten Umständen, punktete häufiger und lag sogar 10:7 vorn. Dann aber geschahen wieder Fehler in Zuspiel und Angriff, Hohenklingen punktete fünf Mal in Folge und gewann zur Freude des heimischen Publikums 3:0.
 

In der kurzen Verschnaufpause galt es, diese Enttäuschung abzuhaken und die richtige Einstellung für das Match mit dem TV Neugablonz zu finden, für das Calw den ersten Saisonsieg einplante. Tatsächlich machten die Mannen von der Nagold nun das Spiel, hatten aber mit den leidenschaftlich kämpfenden Bayern schwer zu tun. 11:9 und 9:11, die Begegnung stand Spitz auf Knopf. Doch nun rissen die Calwer die Initiative an sich. Der eingewechselte Lukas Gruner überzeugte neben U18-Europameister Kübler in der Abwehr und die Offensive Schlattinger/Bodler punktete souverän: 11:4, 11:8 – mit 3:1 Sätzen waren die ersten Pluspunkte eingefahren. Anschließend gewann auch Hohenklingen 3:1 gegen Neugablonz und übernahm die Tabellenführung.
 

„Nach einem schweren Auftakt haben wir uns gefangen und verdient gewonnen“, fasste Betreuer Thomas Stoll zusammen. Er hofft darauf, dass der TSV Calw nun sein Punktekonto zügig weiter füllt. Gelegenheit dazu besteht am Samstag, 26. November (15 Uhr), wenn die Standortbestimmung in der heimischen Walter-Lindner-Halle in die nächste Runde geht – mit interessanten Gegnern: Der TSV Grafenau kommt zum Lokalderby und aus München reist der TV Unterpfaffenhofen an. Weitere Heimspiele stehen am 3. und am 10. Dezember auf dem Programm.
 

TV Hohenklingen-TSV Calw 3:0 (11:5, 11:8, 12:10), Calw-TV Neugablonz 3:1 (11:9, 9:11, 11:4, 11:8).
 

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07.11.2016
Mit „Swiss Power“ die 2. Bundesliga aufmischen

In Knittlingen bei Bretten starten die Faustball-Männer des TSV Calw am Samstag um 15 Uhr ins „Abenteuer 2. Bundesliga Süd“. Allerdings, ganz so abenteuerlich soll’s für die Schwarzwälder, die als Aufsteiger zum ersten Mal überhaupt in der zweithöchsten Klasse auftreten dürfen, gar nicht werden. „Vorrangiges Ziel ist, dass wir uns schnell auf der Zweitliga-Bühne etablieren. Dafür sollten wir möglichst schon am Samstag die ersten Zähler auf unserem Punktekonto verbuchen“, gibt Abteilungsleiter und Team-Betreuer Thomas Stoll die Richtung vor.

Wie das gelingen kann, demonstrierten die TSV-Männer in den stark besetzten Vorbereitungsturnieren in Gärtringen (3. Platz) und vor allem in Grafenau (2.), wo das Team um den routinierten Schlagmann Bernd Bodler sogar Erstligist TV Unterhaugstett sowie den arrivierten Ligakonkurrenten TSV Grafenau bezwang. Aber nicht nur deshalb scheint der Optimismus der Männer in den orangenen Trikots berechtigt. Die glänzend besetzte Defensive mit Marco Stoll, Lukas Gruner, Philipp Kübler und Lukas Pfizenmaier – alle zwischen 16 und 19 Jahren jung – legte in der Schwabenliga in den vergangenen zwei Jahren in überzeugender Manier seine Reifeprüfung ab und ist jetzt hungrig auf mehr.
Mit Nick Stoll (18) ist als starker Allrounder und zuverlässiger Zuspieler in der Mitte gesetzt. Die Angriffsreihe geht „doppelt gestärkt“ ins Rennen. Denn neben Bodler und dem jungen Moritz Pfrommer (18) ist der nach Kreuzbandriss genesene Nico Stoll wieder voll einsatzfähig. Darüber hinaus hat sich der TSV Calw einen „dicken Fisch“ vom Bodensee geangelt: Raphael Schlattinger, 23-jähriger Linksschläger und erfahrener Schweizer Nationalspieler, kommt vom Spitzenklub SVD Diepoldsau an die Nagold und demonstrierte in der Vorbereitung, dass er das Niveau der Calwer nochmals anhebt. „Unsere jungen Spieler können sich von Raphael vieles abschauen. Das wird sie weiterbringen“, so Thomas Stoll.

Schlattinger wurde 2015 in Argentinien Vizeweltmeister und steht mit seinem athletischen Stil und krachenden langen Schlägen für Swiss Power. Der 23-Jährige, der in Dozwil bei Romanshorn beheimatet ist und deshalb von den Kameraden „Dozi“ genannt wird, könnte zusammen mit Bernd Bodler, der als starker Blockspieler bekannt ist, ein effektives Duo bilden. Ob die neun Calwer Faustballgladiatoren schon vom ersten Spieltag Zählbares mit nach Hause bringen? Zwar treffen in Knittlingen zunächst die drei Aufsteiger direkt aufeinander: neben Calw der TV Hohenklingen sowie der bayrische TV Neugablonz. Dennoch schätzt Bodler diesen Spieltag als einen der schwierigsten ein. Insbesondere Gastgeber Hohenklingen mit Ex-Nationalspieler Michael Krauß am Schlag gilt sogar als Anwärter für den „Durchmarsch“ in die 1. Bundesliga. Vor zwei Wochen, im Finale des Grafenauer Turniers, hatten die Kraichtaler den TSV Calw hauchdünn 15:14 bezwungen. Aber auch die Schwarzwälder trauen sich zu, im vorderen Tabellenfeld für Stimmung zu sorgen.

Auf lautstarke Zuschauer-Unterstützung hoffen die Calwer bei den drei Heimspieltagen, die allesamt noch in diesem Jahr stattfinden – jeweils samstags ab 15 Uhr. Am 26. November gastieren der TSV Grafenau und TSV Unterpfaffenhofen in der Berufsschul-Turnhalle Wimberg. In der Walter-Lindner-Sporthalle in Calw geht es am 3. Dezember (TV Augsburg, TV Waldrennach) und am 10. Dezember (MTV Rosenheim II, TuS Frammersbach) zur Sache.
 

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Interview mit dem Neu-Calwer Raphael Schlattinger

Ein Vize-Weltmeister aus der Schweiz wechselt zum Zweitliga-Aufsteiger Calw – wie kommt’s dazu?
Raphael Schlattinger: „Ich kam über private Kontakte nach Calw, spielte hin und wieder bei einem Spaßturnier mit und fühle mich sehr wohl in der Mannschaft. Als ich gefragt wurde, ob ich nicht auch 2. Bundesliga beim TSV spielen möchte, musste ich nicht lange überlegen.“

Wie sind die ersten Eindrücke?
„Dieses junge Team verfügt über großes Potenzial. Nach der Vorbereitung kann ich sagen: es läuft, wie es laufen soll.“

Vom mehrfachen Schweizer Meister Diepoldsau in die 2. Bundesliga. Ein Abstieg?
„Das Niveau dieser Liga ist nicht zu unterschätzen. Und ich suche eine neue Herausforderung. Das Calwer Team ist ambitioniert und ich kann mich als Führungsspieler einbringen. Das reizt mich.“

Was sagt der Schweizer Nationaltrainer dazu?
„Ich habe das mit Oli Lang besprochen. Er kennt meine Leistungsfähigkeit in der Nationalmannschaft und ermunterte mich sogar zu diesem Wechsel.“

Wie funktioniert die „Fernbeziehung“ Schweiz – Calw?
„Freitags trainiere ich in Calw, am Wochenende wird gespielt. Unter der Woche trainiere ich weiterhin in Diepoldsau, mache Kraft- und Konditionstraining. Dazu kommen Nationallehrgänge.“

Wie lautet das Saisonziel?
„Die Latte hängt hoch, aber ich möchte mit dem TSV vorne mitspielen. Das Leistungsvermögen, um die Teams ganz oben zu ärgern, ist vorhanden.“


08.08.2016
Männer steigen in die zweite Liga auf!

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Starke Männer im Freudentaumel (v.l.) Marco Stoll, Nick Stoll, Lukas Gruner,
Bernd Bodler, Lukas Pfizenmaier, Moritz Pfrommer und Philipp Kübler.

 

Reine Nervensache waren die Aufstiegsspiele der Männer in die 2. Bundesliga Süd in Dresden und Calw schaffte, wie schon in der Hallenrunde, das große Ziel. Mit einem – allerdings hart umkämpften – 3:1-Sieg gegen Gastgeber BSV Langebrücker BSV war der Auftakt gelungen. Der Turnierverlauf wollte es, dass bereits ein Sieg gegen die Bundesligareserve, Bayernliga-Meister MTV Rosenheim II, zum Aufstieg gereicht hätte. Doch nach 2:1-Satzführung, den Sieg vor Augen, spielten den Calwern die Nerven einen Streich. So musste die Entscheidung vertagt werden und ein Sieg gegen den starken ASV Veitsbronn (gewann seine beiden Spiele) her. Es war, als wäre ein Ruck durch die Mannschaft gegangen, berichten Augenzeugen. Moritz Pfrommer legte an der Seite eines hervorragend schlagenden Bernd Bodler die Nervosität ab, die Abwehr mit Philipp Kübler, Nick Stoll und Lukas Gruner hielt dicht. Ersatzspieler Lukas Pfizenmaier brauchte sich gar nicht erst warmmachen, der verletzte Marco Stoll jubelte: 3:0 für Calw – und die Devise lautet: Nie mehr Schwabenliga!!!
Ergebnisse: Langebrücker BSV – TSV Calw 1:3 (11:5, 9:11, 12:14, 7:11), MTV Rosenheim II – TSV Calw 3:2 (8:11, 12:10, 6:11, 11:7, 11:6); TSV Calw – ASV Veitsbronn 3:0 (11:8, 11:7, 11:6). Aufsteiger in die 2. Bundesliga Süd: TSV Calw und ASV Veitsbronn.
 

18.07.2016
Schwabenliga-Meister!

Die Aufgabe schien relativ einfach zu sein: Nur ein Unentschieden aus den letzten drei Begegnungen dieser Feldrunde benötigten die Männer des TSV Calw, um erstmals mit dieser jungen Formation den Meistertitel in der Schwabenliga feiern zu dürfen – und das taten sie dann auch. Denn bereits im ersten Match des Tages in Waldrennach zeigten die Burschen um Spielertrainer Bernd Stoll ihre starke Moral. Einen 0:2-Satzrückstand gegen den Zweitliga-Absteiger TV Heuchlingen glichen die Calwer noch aus. Damit war ihnen Platz 1 nicht mehr zu nehmen.

Dennoch blieb das Team mit den Zweitschlagmännern Moritz Pfrommer und Nico Stoll auch gegen den schwächeren Gegner TV Trichtingen hellwach, das 3:1 ließ keine Zweifel an der hochverdienten Spitzenposition. Nur der zuletzt immer stärker auftrumpfende TV Waldrennach 2 zeigte sich vor heimischem Publikum hochmotiviert und rang den Calwern, die in den entscheidenden Momenten nicht mehr die ganz große Spannung aufwiesen, mit drei knappen Sätzen die erste und einzige Niederlage in dieser Saison ab. Die Mannen vom Aischbach beenden die Saison mit einer hervorragenden Bilanz von 23:5 Punkten und 36:12 Sätzen.

„Diese Truppe macht uns viel Freude“, schwärmt Faustball-Abteilungsleiter Thomas Stoll. Denn die Perspektiven für das junge Team sind großartig. Neben Dauerbrenner Bernd Bodler sind es die nach langen Verletzungspausen genesenen Lukas Gruner und Nico Stoll, die den Kader nun auch wieder in der Breite adäquat verstärken. Der A-Jugendliche Moritz Pfrommer sammelt mit jedem Match mehr Erfahrung im Angriff. Und die Leistungen von Zuspieler Nick Stoll und Abwehrmann Philipp Kübler sind ohnehin über jeden Zweifel erhaben. Lukas Pfizenmaier und Marco Stoll haben in dieser Runde Klasseleistungen abgeliefert und könnten sicher auch in der 2. Bundesliga mithalten. Vielleicht dürfen sie es ja 2017 beweisen, denn am 6./7. August finden in Dresden die Aufstiegsspiele statt. Fünf Teams aus Schwaben, Bayern und Sachsen sind qualifiziert, zwei davon steigen auf. In der Hallenrunde hatten sich die jungen Calwer diesen Traum bereits erfüllt.

Schwabenliga Männer in Waldrennach: TSV Calw-TV Heuchlingen 2:2 (8:11, 8:11, 11:5, 11:6), TSV Calw-TV Trichtingen 3:1 (11:6, 12:14, 11:5, 11:5); TSV Calw-TV Waldrennach II 0:3 (10:12, 9:11, 9:11).

11.07.2016

Spieltag in Ochsenbach

Hammer! Mit Siegen gegen TV Ochsenbach und den nun abgelösten Tabellenführer TV Vaihingen/Enz 2 haben die Calwer Schwabenliga-Männer nun den Platz an der Sonne so gut wie sicher. Die von einer Schulreise zurückgekehrten Moritz Pfrommer und Nick Stoll machten „einen richtig guten Job“, so Spielertrainer Bernd Bodler. Die Stammabwehr mit Philipp Kübler und Marco Stoll wurde gegen Ochsenbach gegen Rückkehrer Lukas Gruner und Jugendtalent Lukas Pfizenmaier ausgetauscht.


04.07.2016

Männer bleiben top!

Schulisch verhindert waren zwei Leistungsträger der Calwer Schwabenliga-Männer: Nick Stoll und Moritz Pfrommer. Umso schwieriger schien die Aufgabe, die hervorragende Ausgangsposition auf Tabellenplatz 2 beim Gastspiel in Illertissen zu verteidigen. „Ich hatte mir das problematischer vorgestellt“, so Spielertrainer Bernd Bodler nach den beiden klaren 3:0-Siegen gegen den VfB Friedrichshafen und Gastgeber TSV Illertissen. An seiner rechten Seite im Angriff rückte Nico Stoll für Moritz Pfrommer auf, und nach monatelanger Verletzungspause (Knie) über die vergangene Hallenrunde überzeugte der Schlagmann ebenso wie der ebenfalls nach langer Pause genesene Lukas Gruner, der die Mitteposition stark erfüllte.

Tabellenführer TV Vaihingen/Enz 2 unterlag unterdessen dem Dritten TV Heuchlingen. Sprich: Die beiden Plätze für die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga werden diese drei Teams untereinander ausmachen. Bei noch zwei ausstehenden Spieltagen stehen den Calwern hohe Hürden bevor. Am Sonntag ab 10 Uhr in Ochsenbach trifft der TSV Calw (16:2 Punkte) auf den gastgebenden TVO sowie die Bundesligareserve des TV Vaihingen/Enz (20:4). Später dann folgt noch ein Aufeinandertreffen in Waldrennach, u.a. gegen Verfolger Heuchlingen (15:5). Dieser Spieltag war vor vier Wochen wegen Unwetters ausgefallen.
Ergebnisse: TSV Calw – TSV Illertissen 3:0 (11:7, 14:12, 11:7), TSV Calw – VfB Friedrichshafen 3:0 (11:7, 11:9, 11:5).
 

25.06.2016
Weiter in der Erfolgsspur

 

Die jungen Mannen des TSV Calw rocken weiter die Schwabenliga und dürfen schon ein bisschen von den Aufstiegsspielen
in die 2. Bundesliga träumen. In Vaihingen/Enz gelang den Orangenen beim Tabellenführer TV Vaihingen/Enz 2 ein stark erkämpftes Unentschieden.
Neuling TV Ochsenbach wurde mit 3:0 Sätzen abgefertigt. Schon am nächsten Sonntag in Illertissen geht die Punktejagd weiter, Gegner sind
Gastgeber TSV Illertissen und der VfB Friedrichshafen.
TV Vaihingen/Enz II-TSV Calw 2:2 (5:11, 12:10, 11:8, 8:11), TV Ochsenbach-TSV Calw 0:3 (12:14, 9:11, 5:11).

12.06.2016
Der Spieltag in Waldrennach wurde wetterbedingt abgesagt.


10.05.2016
Der Blick geht nach oben

Zwei Spiele, zwei Siege – die Schwabenliga-Männer zeigten beim TSV Illertissen gleich mal, wo die Reise in der Saison hingehen soll: Richtung Tabellenspitze. Die sicheren Erfolge gegen den Aufsteiger aus dem Allgäu sowie gegen VfB Friedrichshafen bieten die optimale Basis dafür. Ergebnisse: Friedrichshafen-Calw 1:3 (7:11, 3:11, 11:8, 9:11); Illertissen-Calw 0:3 (13:15, 3:11, 4:11).


28.02.2016

2. Bundesliga, wir kommen!
Es ist geschafft! Mit drei Siegen bei nur einer Niederlage bei den Aufstiegsspielen in die 2. Bundesliga Süd dürfen unsere Männer sich in der kommenden Hallenrunde auf noch höherem Niveau messen. Nach dem 1:3 zum Auftakt gegen Gastgeber und Aufstiegsfavorit TV Hohenklingen gelangen jeweils 3:1-Siege gegen den sächsischen SV Kubschütz sowie die Bayern-Vertreter TV Neugablonz und TV Augsburg II. "Das war ein hartes Stück Arbeit, aber es hat sich gelohnt", freute sich Mitte-Spieler und Zweitangreifer Nick Stoll. Und Lukas Pfizenmaier, der B-Jugendliche Abwehrspieler, befand: "Das Niveau ist schon ein anderes als in den Jugendturnieren, aber es macht riesig Spaß. Vor allem, wenn man am Ende auch gewinnt."

Männer 1 Team_2015_10_31

31.01.2016
Ein Wochenende zum Feiern…
… erlebten die Faustballer des TSV Calw. Auf dem Programm standen Spieltage und Turniere in vielen Altersklassen. Großeinsatz für den TSV!
 
Hohenklingen statt Kubschütz
14.02.2016 – Nicht in Kubschütz, sondern in der Stadthalle Knittlingen finden die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga Süd am 27./28. Februar statt. Die Calwer Gegner heißen: TV Hohenklingen, SV Kubschütz, TV Greiz-Kurtschau, TV Augsburg II und TV Neugablonz.

Lockeres Auslaufen nach Kubschütz
31.01.2016 – Kubschütz, Kubschütz – wir fahren nach Kubschütz! In Sachsen steigen Ende Februar die Aufstiegsspiele in die 2. Bundesliga, und Calw ist mittendrin. Schon bei der 2:1-Satzführung in Knittlingen gegen TSV Dennach war das Ticket gezogen, danach gab es nur noch lockeres Auslaufen mit der A-Jugend-Mannschaft (2:2 gegen Dennach, 1:3 gegen Waldrennach II. Nun gilt es, die Chance auf höhere Aufgaben am Schopf zu packen.

Diese Burschen machen Freude
10.12.2015 – Am Sonntag, 14 Uhr in Knittlingen, Männer Schwabenliga, 4. Spieltag gegen TSV Gärtringen, TV Stammheim II, TV Hohenklingen. Diese Burschen des TSV Calw machen dem Publikum wirklich Freude. Vier Siege und vier Unentschieden bisher – Platz 2 in der Tabelle soll nun in den drei Spielen am Sonntag verteidigt werden. Dabei kommt es erneut zum Duell mit Tabellenführer Hohenklingen, das Hinspiel endete 2:2. Mit Siegen über Gärtringen und die „Zweite“ aus Stammheim kann Calw schon für die Aufstiegsspiele zur 2. Bundesliga planen.

Schwabenliga-Männer auf der Erfolgswelle

29.11.2015 – Faustball vom feinsten erlebten die zahlreichen Zuschauer am Sonntag, 29. November, in der Wimberger Berufsschul-Sporthalle. Die Männer 1 des TSV Calw setzten ihre erfolgreiche Punktejagd in der Schwabenliga fröhlich fort und bauten am vierten von sechs Spieltagen vor heimischem Publikum ihre starke Bilanz aus. Nach hart erkämpften 3:1-Siegen gegen den TSV Dennach sowie TV Waldrennach II gelang den Burschen um Zuspieler Nick Stoll, was bisher noch kein anderes Team schaffte: Sie knöpften dem Tabellenprimus TV Hohenklingen einen Punkt ab. Beinahe hätte es sogar zum Sieg gereicht, doch nach zwei vergebenen Matchballen im vierten Satz (11:13) endete die Spitzenbegegnung, die diese Bezeichnung wirklich verdient hat, gerecht 2:2. Im Einsatz waren alle sechs Calwer: Moritz Pfrommer, Nick Stoll, Bernd Bodler, Philipp Kübler, Lukas Pfizenmaier und Marco Stoll. Der TSV Calw (14:4 Punkte) rangiert hinter Hohenklingen (17:1) auf Platz 2.